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Fußball, Leichtathletik, Freizeit- und Gesundheitssport im FLVW-Kreis Bielefeld

Alles Wissenswerte zum Fußball unter Corona-Bedingungen



Spielbetrieb läuft noch! Vereins-Hygienekonzepte zum Download.

Landesweit einheitliche und lokale Maßnahmen für den Sport bei steigenden Coronazahlen. Regelungen für den Spielbetrieb - unter anderem mit dem Umgang bei Verdachtsfällen in Mannschaften und die Auswirkungen auf den Spielbetrieb.

Zunächst möchte sich der FLVW-Kreis Bielefeld herzlich bedanken! Wir wissen, vor welche Herausforderungen die Corona-Pandemie auch unsere Sportvereine stellt. Den Sportbetrieb aktuell zu organisieren, ist alles andere als leicht. Das Schlimmste, was sportlich passieren kann, ist, dass wir keinen Fußbal mehr spielen dürfen. Dafür hat der FLVW lange mit den politisch Verantwortlichen "gekämpft". Jetzt müssen alle Beteiligten mit bestem Wissen und Gewissen dafür sorgen, dass es so bleibt. Daher richten wir einen eindringlichen Appell an die Sporttreibenden und Zuschauenden in unserer Region: Mehr denn je sind Vereine, Spieler und Zuschauer aufgefordert, sich an die bestehenden Corona-bedingten Abstands- und Hygieneregeln zu halten. Ansonsten kann dem Spielbetrieb im Amateurfußball der erneute vorzeitige Abpfiff ereilen.

Bisher gab es im Bereich des FLVW-Kreises Bielefeld wenige Spiele, die wegen einer Corona-Infektion bzw. eines Verdachtfalles auf eine Infektion eines beteiligten Spielers abgesagt wurden. Aber die Fälle werden sicherlich nicht die einzigen bleiben und eine erneute "Massenquarantäne" soll möglichst vermieden werden. Der Kreis-Jugend-Ausschuss (KJA) hat, um mögliche Infektionen zur reduzieren, alle Jugendspiele auf Ebene des Kreises bis einschließlich 1. November 2020 abgesetzt. Danach entscheidet der KJA über das weitere Vorgehen. 

Die Infektionszahlen steigen und der Ruf nach Maßnahmen wird immer lauter. Doch welche Maßnahmen sind sinnvoll? Das Robert-Koch-Institut (RKI) schätzt, dass sich ein Großteil der Menschen in Deutschland im privaten Umfeld mit dem Coronavirus ansteckt. Im Bereich des FLVW sind bisher (Stand 22.10.2020) über 98 % aller angesetzten Meisterschaftsspiele durchgeführt worden. Ein Fußballspiel, bei dem einer der Spieler mit Corona infiziert ist, sorgt laut Experten bei keinem der Mitspieler für ein Zusammentreffen von 15 Minuten. Und erst das würde eine Quarantäne nötig machen. Fußnall findet aber im Freien statt und dort ist das Infektionsrisiko auch minimiert. Aufgrund des wohl nicht vorhandenen Ansteckungsrisikos beim Fußballspiel, werden daher auch flächendeckend keine Spiele abgesagt, oder gar die Saison unterbrochen (siehe Pressemeldung des FLVW). Vorrangiges ist ist auch weiterhin, das die Saison 2020/2021 sportlich bis zum 30. Juni 2021 abgeschlossen wird. Hierfür müssten 50 % aller Spiele ausgetragen werden.

Auch der Kreis-Fußball-Ausschuss (KFA), zuständig für den Amateurfußball der Herren- und Frauen-Kreisligen, macht sich natürlich Gedanken über die Entwicklung. Bloß die Absetzung der Spiele löst aber nicht die Gefahr von Infektionen, die, wenn auch unwahrscheinlich, durch den Spielbetrieb verursacht werden. Viel wichtiger wäre zusätzlich auch die vollständige Untersagung des Kontaktsports, also auch die Einstellung des Mannschaftstrainings. Hierzu fehlt dem FLVW aber die rechtliche Grundlage. Auch läuft der Spielbetrieb ab Bezirksliga aufwärts weiter, so dass Akzeptanz und Verständnis fehlen würden, sofern keine Kreisligaspiele mehr stattfinden dürften. Der sportliche Lockdown wäre besonders für die Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen fatal. Waren es doch sie, die sich während des bundesweite Lockdown im Frühjahr sehnlich den Sport zurück wünschten.

Regeln könnte die Einstellung des Sports nur eine behördlilche Allgemeinverfügung. Doch derartige Überlegungen sind derzeit weder auf kommunaler, als auch auf landesweiter Ebene geplant. Die Gefahr, sich beim Sport zu infizieren ist also äußerst gering. Studien zufolge sind 46 bis 66 Prozent der Ansteckungen haushaltsbasiert. A
uch wenn sehr viele Ansteckungen auf private Haushalte oder private Zusammenkünfte entfallen, kommt das Virus von außerhalb. Beispiele dafür waren in der Vergangenheit etwa Feierlichkeiten. So spielen die sogenannten Superspreading-Events eine wichtige Rolle. Das heißt, ein Infizierter steckt bei einer größeren Zusammenkunft viele Menschen an, teilweise ohne selbst Symptome zu haben. So könne eine kleine Anzahl Menschen für sehr viele Infektionen verantwortlich sein.

Oberstes Gebot bleibt somit weiterhin das Einhalten der Hygieneregeln sowie die Sicherstellung der Rückverfolgungsmöglichkeiten. Unterstützung bei der erforderlichen Datenerfassung der Zuschauer bietet seit September eine vom FLVW entwickelte Checkin-App. Durch die Möglichkeit der digitalen Zuschauererfassung verhindert man natürlich keinen Corona-Fall, aber sie macht den Ehrenamtlichen in den Vereinen, die für die Datererfassung (zur Personenerfassung und Nachverfolgung) zuständig sind, die Arbeit sehr viel einfacher. Auch der DFB wird in den nächsten Wochen eine entsprechende Online-Variante kostenlos den Vereinen anbieten.

Das Land NRW hat die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) zum 17. Oktober 2020 angepasst, sie gilt vorerst bis zum 31. Oktober 2020. Es ist ausdrücklich das Ziel der Politik, die Normalität soweit wie möglich zu erhalten. Da die behördlichen Bestimmungen derzeit den Spiel- und Sportbetrieb nicht einschränken, werden Spiele generell nicht abgesetzt. Weder Stadt Bielefeld, als auch Kreis Gütersloh haben Allgemeinverfügungen erlassen, die den Sportbetrieb untersagen (so wie bspw. im März 2020). Ausnahmen bestehen wie bereits beschrieben bei Kreisligaspielen der Jugend sowie bei Verdachtsfällen oder Covid-19-Infektionen.

Die größten Risiken können aber durchaus durch die Enge und schlechte Belüftung in geschlossenen Räumen ausgehen. Zu diesem Punkt bezieht die Coronaschutzverordnung aber eindeutig Stellung. In der Umkleidekabine ist ständig eine Mund-/Nasebedeckung zu tragen und der Mindestabstand ist einzuhalten. 

Mit der neuen Fassung der CoronaSchVO sind wesentliche Änderungen in Kraft getreten. Alle übrigen (bekannten) Vorgaben zum Sport bleiben aber bestehen. In gesamt NRW gelten also bei unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern (Inzidenz) unverändert die bisherigen Vorgaben. Steigt aber der Wert der über 35, so gelten für den Sport-/Trainings- und Wettkampfbetrieb folgende Regeln:

  • Für Zuschauende und Aktive in Pausenzeiten sowie für abseits der Sportfläche befindende Personen gilt durchgängig die Pflicht zum Tragen der Mund-/Nasebedeckung. Einfache Regel: alle, die nicht aktiv Sport treiben, müssen eine Maske tragen. Grundsätzlich besteht also eine Pflicht zum Tragen der sogenannte Maske auch am Sitz- und Stehplatz auf dem gesamten Sportgelände. Die Behörden wissen allerdings, dass viele Vereine ein gastronomisches Angebot haben und dadurch gewisse Umsätze generiert werden. Deshalb haben sich das Gesundheitsamt und das Ordnungsamt der Stadt Bielefeld wie folgt abgestimmt: Das kurzfristige Entfernen der Maske für die "Nahrungs- und Getränkeaufnahme" unter Einhaltung des Mindestabstands am Sitz- oder Stehplatz wird gestattet, insofern sich der Veranstalter verpflichtet, darauf zu achten, dass dies nur kurzfristig aus dem o. a. Anlass erfolgt. Der Pflicht zum Tragen einer Mund-/Nasebedeckung muss darüber hinaus jederzeit nachgekommen werden. Die Vereine sind aufgefordert, dringlich darauf zu achten, dass hier von kurzfristig die Rede ist.

  • Steigt der Wert der 7-Tages-Inzidenz auf über 50, so gilt für den Sport-/Trainings- und Wettkampfbetrieb zusätzlich zur Maskenpflicht folgendes: Keine Veranstaltungen mit mehr als 500 Teilnehmenden (inkl. Zuschauern) draußen und 250 in Innenräumen. Ab dem 4. Tag nach der Feststellung der Inzidenz-Werte über 50 sind Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen grundsätzlich unzulässig. In Absprache mit den städtischen Behörden bezieht sich die Personenanzahl auf die Zuschauer. Ohne zusätzliche Trenn-Maßnahmen gehören die Spieler aufgrund der baulichen Situation vieler Sportstätten zu der 100er Gruppe, die ab dem 23.10.2020 vorgeschrieben ist. Die Personen, die jedoch klar von diesen gesondert werden können, also z. B. Spieler, Trainer, Betreuer etc. werden hier nicht miteinbezogen. Insofern sich bspw. Spieler nach dem Spiel im Zuschauerbereich einfinden, gelten sie jedoch als Zuschauer und müssen mitgerechnet werden. Vergessen Sie bei der Beachtung der Personenbegrenzung nicht, dass auch nicht eingesetzte Auswechselspieler, Trainer, Betreuer, Teamoffizielle, Ordnungsdienst, Mitarbeiter an Verpflegungsständen etc. mitzuzählen sind. Wenn Vereine ihre bisherigen Hygienekonzepte an die weiteren Regelungen [Pflicht zum Tragen einer Mund-/Nasebedeckung, den Mindestabstand zwischen den Personen (ausgenommen Personengruppen nach § 1 Absatz 2 und § 15 a) sowie der maximalen Zuschauerzahl] anpassen, dann ist dieses zur Vorlage bei der Gesundheitsbehörde (drei Tage vor Veranstaltung) mit einer Personenanzahl von mehr als 100 bis maximal 500 Personen im Freien zulässig. Zusätzliche Markierungen, um die Wege der Zuschauer und Mannschaften zu trennen, aber auch temporäre Absperrungen sind dabei sinnvoll. Begegnungen zwischen Spielern und Zuschauern bestehen an sich nur beim Einlaufen, in der Halbzeit und nach Abpfiff. In der Zwischenzeit könnten temporäre Absperrungen entfernt werden, sodass Zuschauer sich, insbesondere vor einem Vereinsheim oder an einem Verpflegungsstand, frei bewegen können.

  • Wenn nach 10 Tagen der Inzidenzwert über 50 nicht zum Stillstand gekommen ist, kann die Behörde weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Infektionsgeschehens anordnen. Dieses muss aber nicht die Untersagung des Kontaktsports sein.

Eine Orientierungshilfe des Landessportbundes NRW finden Sie hier. Ferner gilt ab Freitag, 23.10.2020, 0:00 Uhr eine Allgemeinverfügung der Stadt Bielefeld, die u. a. die Zuschauerzahl grundsätzlich auf 100 Personen beschränkt. Aus unserer Sicht hat die Allgemeinverfügung entweder eine Gültigkeitsdauer oder wird durch die Stadt entsprechend aufgehoben.


Grundsätzliches der CoronaSchVO:

§ 9 CoronaSchV sagt aus, dass beim Sport- und Trainingsbetrieb sowie bei Wettbewerben auf und in öffentlichen oder privaten Sportanlagen sowie im sonstigen öffentlichen Raum sind geeignete Vorkehrungen zur Hygiene, zum Infektionsschutz, zur Steuerung des Zutritts und zur Gewährleistung eines Mindestabstands von 1,50 Metern (auch in Dusch- und Waschräumen, Umkleide-, Gesellschafts- und sonstigen Gemeinschaftsräumen sowie in Warteschlangen) zwischen Personen, die nicht zu den in § 1 Absatz 2 genannten Gruppen gehören, sicherzustellen sind. Bei Kontaktsportarten (= Fußball) ist die Ausübung des Sport-, Trainings- und Wettbewerbsbetriebs ohne Mindestabstand zulässig, wenn die einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.

Es reicht aber nicht aus, dass Listen lediglich ausgelegt werden, in die sich Zuschauer eintragen können, oder eben nicht. Die Heimvereine müssen durch Ordnungspersonal sicherstellen, dass während des gesamten Spiels jeder Zuschauer erfasst wird. Ebenso sind die Gastvereine verpflichtet, dem Heimverein eine vollständige Liste aller Spieler, Trainer, Betreuer etc. (Name, Anschrift, Telefonnummer) unmittelbar nach Betreten der Spielstätte zu übergeben. Der Heimverein bewahrt diese Listen vier Wochen auf. Der vorliegende Spielbericht reicht zum Nachweis nicht aus. Vergessen Sie bitte auch nicht die Datenerfassung der Schiedsrichter nebst Schiedsrichterassistenten.

Für den FLVW gilt daher wieder ab sofort und solange § 9 Gültigkeit besitzt, dass die normalen, gültigen und einschlägigen Satzungen und Ordnungen sowie Durchführungsbestimmungen des WDFV bzw. FLVW für den Spielbetrieb hinsichtlich der Regelung zu den Kadergrößen und Auswechselungen (bspw. Herrenfußball: 11 Spieler und 7 Auswechselspieler) wieder greifen.
Demnach wären grundsätzlich bei Freundschaftsspielen Auswechselkontingente vor dem Spiel frei abzustimmen (auch mehr als vier Wechsel). Der FLVW empfiehlt jedoch dringend, die Auswechselregelung des Pflichtspielbetriebes anzuwenden. Zudem können sich pro Mannschaft ab sofort alle auf dem Spielberichtsbogen eingetragenen Fußballer in Zone 1 (Innenraum / Spielfeld) aufhalten. Auf der Auswechselbank ist jedoch der Mindestabstand zu wahren und eine Mund-/Nasebedeckung von den Spielern zu tragen.

Gleichwohl die Reglementierung der Anzahl der Personen im Kontaktsport in der aktuellen Fassung offen ist, sind zur Vermeidung von möglichen Infektionsketten die allgemeinen AHA+L-Regeln einzuhalten und die Gruppengrößen auf das Notwendige zu beschränken. Auch das Spielen von Spielern innerhalb eines Tages in zwei Mannschaften ist gestattet. § 16 Abs. 10 JSpO/WDFV bleibt davon unberührt (keine Juniorenmannschaft und kein Junior dürfen an einem Tag an mehr als einem Juniorenspiel teilnehmen).

Die Erstellung eines individuelles Hygiene- und Infektionsschutzkonzept sowie die Datenerfassung zur einfachen Rückverfolgung aller Anwesenden ist dabei eine verpflichtende Aufgabe der Vereine. Die Verantwortung für Inhalt und Umsetzung der Konzepte nach der CoronaSchVO trägt der Verein. Bei der Datenerfassung beachten Sie bitte immer die Vorgaben der Datenschutzgrundverordnung (bspw. keine Eintragung in frei einsichtbare Listen). Erfolgt die Erfassung dennoch mittels einer Liste, muss auf dieser ein Datenschutzhinweis vorhanden sein. Sollte ein Gast sich verweigern oder nicht seine "Echtdaten" in die Liste eintragen, wird von dem Hausrecht des Vereins Gebrauch gemacht und die Person muss das Sportgelände verlassen.


Die uns vorliegenden Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte der Vereine sind nachfolgend verlinkt, damit die jeweiligen Gastvereine erkennen können, welche spezifischen Vorschriften sie bei Spielen beachten müssen. Hilfreich wäre es zudem, wenn der gastgebende Verein wenige Tage vor einem Spiel den Gegner per DFBnet-Postfach über das bestehende Konzept und die daraus resultierenden Besonderheiten vor Ort informiert.

Die Vorgaben der aktuellen Coronaschutzverordnung und der Anlage zur CoronaSchVO sind zwingend einzuhalten. Die am Spiel- und Sportbetrieb beteiligten Vereine tragen hierfür die Verantwortung. Die Heimvereine sind für die Einhaltung ihrer individuellen Hygienekonzepte zuständig. Dennoch gilt weiterhin, dass die letzte Entscheidung zur Durchführung des Sportbetriebes den örtlichen Behörden obliegt. Unerlässlich sollte daher die Abstimmung der Hygienekonzepte mit der Gesundheitsbehörde vor Ort sein.

Aktualisierte bzw. neue Versionen von Hygiene- und Infektionsschutzkonzepten sind dem FLVW-Kreis Bielefeld (per DFBnet-Postfach an den Kreisvorsitzenden und den Vorsitzenden des Kreis-Fußball-Ausschusses) zu übersenden, damit wir diese auf unserer Website veröffentlichen können.

Vereinzelt erreichen uns Hinweise, dass Vereine sich nicht an ihre eigens aufgestellten Hygiene- und Infektionsschutzkonzepte halten. Sportrechtlich können solche Verstöße durch den FLVW nicht geahndet werden. In jedem Einzelfall werden wir jedoch die zuständigen Gesundheits- und Ordnungsbehörden über die Missstände informieren.


Wie ist der Spielbetrieb zu organisieren?

Die Anstoßzeiten werden grundsätzlich von der spielleitenden Stelle geplant. Sollte eine zusätzliche Entzerrung der Anstoßzeiten an einem Spieltag zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln erforderlich sein, oder sollten diese behördlich angeordnet werden, müssen die Vereine ihre Anstoßzeiten anpassen, ggf. sind umgehend die Staffelleiter zwecks zeitlicher Anpassungen zu kontaktieren. Für den Bereich der Kreisligen sind die Anstoßzeiten von den Heimvereinen bis 10 Tage vor dem Spiel individuell anpassbar (siehe auch Durchführungsbestimmungen).

Die Umkleidekabinen für die Mannschaften sind auszuweisen und die Zugänge, wenn möglich, separat voneinander zu organisieren.
Sofern in die Kabine nur eine bestimmte Anzahl von Personen gleichzeitig darf, ist dieses an der Tür deutlich sichtbar zu vermerken. Es ist vom Heimverein dafür zu sorgen, dass genügend Desinfektionsmittel in den Kabinen vorhanden ist. Um eine unkomplizierte Spielvorbereitung bei Auswärtsspielen zu haben, raten wir allen Gastmannschaften die Mannschaftsbesprechung vorher zu erledigen und umgezogen zum Spiel anzureisen. Dabei sollte zwingend auf Fahrgemeinschaften verzichtet werden. Die generelle Aufenthaltsdauer in den Umkleidebereichen wird auf das notwendige Minimum beschränkt. Alle Kontaktflächen sind zu reinigen und zu desinfizieren.

Halbzeitbesprechungen sollten vorzugsweise im Freien stattfinden. Pausengetränke werden grundsätzlich vom Heimverein nicht mehr gereicht. Es wird angeraten, dass sich jeder Spieler seine eigene Getränkeflasche gefüllt und beschriftet mitbringt. Einzig dem Schiedsrichter werden Getränke in der Halbzeit / nach dem Spiel zur Verfügung gestellt. Dabei ist auf die Hygiene zu achten.

Die Organisation des Jugend-Spielbetriebes bis zu den D-Junioren erfolgt in der Regel auf Kleinspielfeldern, die parallel auf dem Großfeld aufgebaut werden. Grundsätzlich können auf einem Großfeld im Kinderfußball (bis D-Junioren) zwei Spiele parallel durchgeführt werden. Es handelt sich bei parallelen Spielen um zwei einzelne Sportveranstaltungen im Kontaktsport. Zwischen den Spielfeldern und weiterer Personen ist zwingend der Abstand einzuhalten (Spielfeldaufbau gemäß Anhang Jugendspielordnung/WDFV). Eine Vermischung der Aktiven der parallelen Spiele ist auszuschließen. Auch hierbei ist die maximale Personenanzahl auf der Sportanlage entsprechend zu beachten. Die Rückverfolgung ist weiterhin von höchster Relevanz.

Bevor sich aus Einzelfällen ein Trend entwickelt, möchten wir klarstellen, dass eine Sperrung von Umkleiden für den Gast, bei gleichzeitiger Nutzung für die Heimmannschaft nicht der Intention der Anpassung des § 29 Abs. 1 der Spielordnung des WDFV sowie dem Fair-Play-Gedanken entspricht. Dieser Sachverhalt stellt eine grobe Unsportlichkeit dar, die bei entsprechender Dokumentation durch die Staffelleiter geahndet wird. Bei der Benutzung des Eingabegerätes für den Spielbericht ist sicherzustellen, dass vor und unmittelbar nach Eingabe der jeweiligen Person eine Handdesinfektion möglich ist.

Die Austragung von Turnieren bzw. Sportfesten (Spiele mehrerer Mannschaften an einem Tag gegeneinander) untersagt der FLVW-Kreis Bielefeld vorerst bis mindestens 31. Dezember 2020 (analog CoronaSchVO). Zudem hat sich die Ständige Konferenz mehrheitlich dafür ausgesprochen, 2020/2021 keine Hallenturniere zu genehmigen. Der Verbands-Fußball-Ausschuss hat für den Amateurbereich diese Regelung umgesetzt. Auch der Jugendbeirat des FLVW hat daraufhin beschlossen, dass in der Wintersaison 2020/2021 keine Hallenturniere ausgetragen werden dürfen. Derartige Veranstaltungen werden vom FLVW nicht genehmigt. Eine Ausnahme stellt lediglich der Futsal-Spielbetrieb dar. Auch sollte derzeit auf die Austragung von Freundschaftsspielen verzichtet werden.


Verdachtsfall oder Corona-Infektion im Verein - weiteres Vorgehen?

Es muss das zuständige Gesundheitsamt informiert werden. Dies muss der betroffene Spieler machen, der Verein sollte sicherstellen, dass diese Meldung erfolgt ist. Unter https://tools.rki.de/PLZTool/ finden sich die entsprechenden Kontaktdaten der Gesundheitsämter. Daneben muss der Verein den FLVW informieren. Hierfür stehen drei Wege zur Verfügung:

Nach der Informationsweitergabe an die o. g. Stellen ist der Staffelleiter zu kontaktieren, damit die betroffenen Spiele abgesetzt werden. In Abstimmung mit dem Staffelleiter erfolgt dann eine Neuansetzung.


Haftungsfrage - was passiert, wenn sich Personen beim Sportbetrieb mit dem Coronavirus infizieren?

Hier steht eine Haftung des Vereins bzw. des Vorstandes im Raum, sofern auf Seiten der Verantwortlichen eine Sorgfaltspflichtverletzung insbesondere in Bezug auf Vorkehrungen und Schutzmaßnahmen zu Hygiene, Steuerung des Zutritts und Gewährleistung des Mindestabstandes vorliegt. Die Haftung des Vorstandes, der unentgeltlich tätig ist bzw. dessen Vergütung die Ehrenamtspauschale gem. § 3 Nr. 26 a EStG nicht übersteigt, ist im Verhältnis zum Verein und den Mitgliedern auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt.




Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.