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News & Ereignisse

09/2017

Wilhelm Panhorst versucht mit einer ruhigen Spielleitung das

Kartenzeigen zu vermeiden. Das Verhalten mancher Eltern ist ihm ein

Dorn im Auge



Von Nicole Bentrup

Bielefeld. Wilhelm Panhorst (66) ist Schiedsrichter mit Leib und Seele. Seit mittlerweile 33 Jahren frönt der pensionierte Verwaltungsangestellte seiner Leidenschaft und ist auf den Sportplätzen in Bielefeld und Umgebung zu Hause. Mit seiner ruhigen Art leitet er Woche für Woche Spiele von der Jugend bis zur Kreisliga A.

„Angefangen hat es, als mein Sohn Bernd noch in der Jugend spielte und ich da mal ein Spiel geleitet habe“, erinnert sich Panhorst an die Anfänge seiner Schiedsrichterlaufbahn.Seinerzeit erschien der angesetzte Unparteiische nicht, und so sprang Panhorst ein, damit das Jugendspiel stattfinden konnte. „Und weil ständig gegen mich gemeckert wurde, habe ich beschlossen, dass ich den Schiedsrichterschein mache“, erzählt er.

Zunächst pfiff Panhorst von 1984 bis 1988 für den SC Bielefeld, ehe er ab Mitte 88 für den VfR Wellensiek als Schiri wirkte und noch bis heute für die Rottmannshofer pfeift. Selbst hat er elf Jahre für den SCB Fußball gespielt, dazu kamen Engagements beim TuS 04, dem VfL Theesen, der BSG Seidensticker, Grün Weiß Pödinghausen und zuletzt in der Altliga des VfR Wellensiek.„1965 habe ich angefangen“, sagt Panhorst, der dem Sport bis heute die Treue hält. „Ich möchte dem Fußball einfach verbunden bleiben“, erklärt der 66-Jährige. Zwölf Jahre hat er auch Bezirksliga gepfiffen, mittlerweile ist die Kreisliga A seine höchste Spielklasse. „Ab einem gewissen Alter geht es einfach nicht mehr anders“, erklärt er und fügt hinzu: „Höherklassige Spiele machen mehr Spaß.“

Der Fußball habe sich verändert, stellt Panhorst immer wieder fest. „Früher waren die Leute nicht so nachtragend, heute haben die Protagonisten irgendwie länger was von den 90 Minuten“, zieht er einen Vergleich. Besonders schlimm findet der „Schiedsrichter des Jahres 2016“ das Verhalten der Eltern im Jugendbereich. „Das ist immer schlimmer geworden“, so Panhorst, der glaubt, dass die Erwartungshaltung mancher Eltern an die eigenen Kinder einfach viel zu hoch ist. Und im Verhalten mancher Eltern sieht Panhorst auch die Ursache dafür,warum neue Schiedsrichter nach kurzer Zeit wieder das Handtuch werfen. „Als Schiri brauchst du ein dickes Fell, sonst bringst du es nicht weit“, weiß er.

In seiner Schiedsrichter- Karriere hat Wilhelm Panhorst schon das ein oder andere Highlight erlebt. So war er als Linienrichter bei den Freundschaftsspielen von Arminia Bielefeld gegen Borussia Dortmund und des SV Gadderbaum gegen den 1. FC Kaiserslautern aktiv. Pfeifen durfte er das Spiel des VfR Wellensiek gegen die Traditionsmannschaft von Borussia Mönchengladbach. „Das waren schon tolle Erlebnisse“, berichtet er mit Glanz in den Augen. Besonders gern erinnert er sich auch an die Aktivitäten mit der Schiedsrichterauswahl
Bielefelds bei Hallenturnieren in Oldenburg unter der Schirmherrschaft ehemaliger Bundesligareferees, bei denen die Erlöseeinem guten Zweck zukamen. „Aber auch der Besuch bei Dr. MarkusMerk in Kaiserslautern 1994 war ein tolles Erlebnis“, sagt Panhorst. Deutschlands ehemaliger „Ober-Schiri“ Dr. Merk ist auch sein Vorbild. „Eine tolle Karriere“,schwärmt Panhorst.


Seine Spielleitung versucht der Bielefelder Panhorst locker zu gestalten. „Ich versuche immer zuerst, Konflikte verbal zu lösen, bevor ich eine Karte zeige“, beschreibt er seinen Stil. Manchmal komme aber auch er nicht um das Zeigen einer Karte herum. „Die Schwierigkeit liegt darin, den richtigen Zeitpunkt der persönlichen Bestrafung zu finden“, erklärt der glühende Arminia-Fan, der Stammgast auf der Alm ist. „Trotz gelegentlicher Negativerlebnisse freue ich mich nach wie vor auf jede neue Spielleitung“, sagt Panhorst, der neben der Schiedsrichterei auch gerne schwimmt. Eine besondere Ehre ist ihm im vergangenen Jahr zu Teil geworden, als der Kreisschiedsrichterausschuss (KSA) ihn zum Schiedsrichter des Jahres gewählt hat. „Die Urkunde hängt im Rahmen an der Wand, ich freue mich wirklich sehr darüber“,wirkt Panhorst schon fast etwas peinlich berührt, als er auf diese Auszeichnung angesprochen wird. Er ist ein zurückhaltender Typ, der viel Wert auf dieGemeinschaft legt. „Ich möchte mich bei allen ehrenamtlichen Mitgliedern des KSA und der Vereine bedanken, ohne die in Bielefeld der Fußballbetrieb nicht stattfinden könnte“, findet Panhorst zum Ende nette Worte für die engagierten Fußballfreunde.


Erschienen in der Neuen Westfälischen am 29. September 2017.



09 / 2017

Startschuss für das kreisübergreifende ‚Team 57‘

Kreis Lemgo, Detmold, Höxter, Bielefeld und Paderborn wollen zukünftig gemeinsam talentierte Unparteiische fördern

Von Kilian Krämer

Der Beginn der Veranstaltung war hoffentlich kein Omen für den weiteren Verlauf – nach Problemen mit dem Beamer konnte die gemeinsame Auftaktveranstaltung des ‚Team 57‘ erst mit einigen Minuten Verspätung beginnen. Das tat der konzentrierten, aber lockeren Atmosphäre im Clubheim Dreesgen beim SV Gadderbaum in Bielefeld jedoch keinen Abbruch. 35 Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter hatten sich am Montagabend, den 25. September versammelt, um mit dem ‚Team 57‘ in die gemeinsame Talentförderung der Kreise Lemgo, Detmold, Höxter, Bielefeld und Paderborn zu starten. Der Name des Teams ergibt sich dabei aus den Ordnungszahlen der beteiligten Kreise. Neben den nominierten Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern waren auch die Schiedsrichter-Obleute sowie weitere Vertreter der Schiedsrichter-Ausschüsse aller fünf Kreise anwesend.

Stellvertretend für das gesamte Organisationsteam führte Kilian Krämer aus dem Kreis Bielefeld durch die Veranstaltung. Mit Thomas Gerbrandt (Lemgo), Maximilian Dolch (Detmold), Jessica Hildebrandt (Höxter) und Hans-Josef Huschen (Paderborn) wird die Organisation von je einem Ausschuss-Mitglied pro Fußballkreis durchgeführt. Im Vorfeld des inhaltlichen Teils hielten alle Anwesenden jedoch einen Moment inne – und gedachten dem am 22.09. verstorbenen Verbandslehrwart Karsten Jonsson.

Anschließend wurden die Unparteiischen in das Konzept des Förderteams eingeweiht. Dazu zählen neben Beobachtungen in den Nachbarkreisen auch gemeinsame Qualifizierungsmaßnahmen wie Wochenend-Trainingslager und gemeinsame Spielbeobachtungen. Krämer betonte jedoch: „Neben einem intensiven Coaching und gemeinsamen Schulungen steht das Gemeinschaftsgefühl ebenfalls ganz oben auf der Liste.“ Daher werden auch teambildende Maßnahmen auf dem Programm stehen und die Unparteiischen der einzelnen Kreise sich untereinander besser kennenlernen.

Als gegen 19:40 Uhr dann diverse Pizzen in den Raum gebracht wurden, endete der Abend mit vielen Gesprächen, Diskussionen und gemeinsamen Überlegungen, sodass alle Beteiligten gesättigt und guter Hoffnung die Heimreise antreten konnten.

09 / 2017

Schiedsrichter Klaus Münstermann ist der Mann mit dem Adlerauge

An den letzten Platzverweis, den er ausgesprochen hat, kann er sich nicht mehr erinnern

Seit 19 Jahren Schiedsrichter: Klaus Münstermann bemüht sich um viel Kommunikation mit den Spielern. So kommt er auch noch um Feldverweise herum, wo andere längst die Karte zücken. - © Privat
Seit 19 Jahren Schiedsrichter: Klaus Münstermann bemüht sich um viel Kommunikation mit den Spielern. So kommt er auch noch um Feldverweise herum, wo andere längst die Karte zücken. | © Privat

 

Bielefeld. Klaus Münstermann (48) ist ein Unikat. So ziemlich jeder Amateurfußballer in Bielefeld und Umgebung hatte schon einmal mit der unkonventionellen Art des Schiedsrichters zu tun. Der 48-Jährige löst knifflige Situationen am liebsten verbal, bevor er in die Tasche greift und eine Karte zeigt. Neben der aktiven Pfeiferei ist Münstermann auch stellvertretender Vorsitzender des Kreisschiedsrichter- Ausschusses.

Seit Juli 1999 ist Münstermann auf den Sportplätzen der Region als Referee unterwegs. „Mein erstes Spiel war ein Duell zweier D-Jugend-Mannschaften in Versmold", erinnert er sich. Heute pfeift er bis zur Bezirksliga. Ungewöhnlich, nach einer so langen Zeit. „Seit 2000 leite ich Bezirksligaspiele. Ich hätte mir gewünscht, dass es ein oder zwei Ligen höher geht, aber damals sagte man, ich sei zu alt", erzählt der Lokalsport-Redakteur einer Herforder Tageszeitung.

Bereits mit vier Jahren begann Münstermann selbst Fußball zu spielen. „Das habe ich gemacht, bis ich 35 war", rechnet er vor. „Und du siehst, da gab es sogar einige Jahre eine Überschneidung mit der Pfeiferei", weist Münstermann auf die fünfjährige Doppelbelastung als Spieler und Schiedsrichter zugleich hin.

»Natürlich gibt es immer wieder strittige Szenen«

Während einige seiner Schiri-Kollegen eher zur Gelben oder Roten Karte greifen, löst Klaus Münstermann knifflige Situationen auf seine ganz eigene Art. „Ich bin immer bemüht, Platzverweise zu vermeiden", sagt er. Er arbeite lieber verbal. „Dafür musst du als Schiedsrichter auf jeden Fall einen Arsch in der Hose haben", bringt er die Fakten trocken auf den Punkt. Und auch eine gewisse Robustheit dürfe einem Unparteiischen nicht fehlen. Dass er mit seiner Art durchaus Erfolg hat, zeigen zwei Dinge: Zum einen kann sich Münstermann nicht an seinen letzten Platzverweis erinnern, zum anderen hat er in 19 Jahren noch nicht einen Spielabbruch gehabt. „Einmal konnte ich ein Spiel nicht anpfeifen, weil die Heimmannschaft im Winter versucht hatte, den Platz mit einem Trecker spieltauglich zu machen. Die gefrorenen Reifenspuren, haben ein reguläres Spiel unmöglich gemacht", plaudert Münstermann aus der Sparte „Kurioses". „Dieses Spiel wäre nur etwas für Bänderriss-Fetischisten gewesen", lacht er.

Als Schiedsrichter brauche man ein gesundes Selbstbewusstsein, Ausstrahlung, eine ordentliche Ansprache und Gerechtigkeitssinn. „Und genau dieser Gerechtigkeitssinn war es, der mich motiviert hat, Schiedsrichter zu werden", legt Münstermann seine Beweggründe offen. Er ist von der Schiedsrichterei so begeistert, dass er manchmal auch zwei Partien am Tag leitet.

„Natürlich gibt es immer mal wieder strittige Szenen", weiß der erfahrene Schiedsrichter, der bislang mehr als 890 Partien geleitet hat. Gerade in der Bezirksliga ist das Auge sehr wichtig. Oftmals gibt es Diskussionen um Abseitsentscheidungen. „Ich sage immer wieder, die Ballabgabe ist entscheidend. Daran denken viele einfach nicht", kennt Münstermann die Ursachen der Diskussionen. „Die Bezirksliga ist die schlimmste Klasse für einen Schiri. Sie ist genau so schnell wie die Landesliga, aber man pfeift halt ohne Assistenten", sagt er.

Klaus Münstermann ist nicht festgefahren in seinen getroffenen Entscheidungen. „Ich habe auch schon einen Elfmeter zurückgenommen", erinnert er sich an eine Situation im Kreispokalspiel zwischen dem TuS Eintracht und Steinhagen. „Da kam der Spieler Tim Vogt zu mir und hat gesagt, dass es kein Elfer war", lobt Münstermann die Fairness des seinerzeitigen Steinhagener Kickers.

Nicht viele Dinge bringen den Spielleiter auf die Palme, eine Sache allerdings verurteilt er scharf: „Ich kann es nicht leiden, wenn Spieler zu mir kommen und die Kommunikation mit ,Ey, Alter!’ beginnen. Damit habe ich ein Problem." Münstermann vergleicht es mit dem tagtäglichen Einkaufen. „Wenn die Spieler an der Supermarkttheke eine Verkäuferin so ansprechen würden, würden sie sicherlich nicht bedient."


Erschienen in der Neuen Westfälischen am 15. September 2017.

Link:
http://www.nw.de/sport/lokalsport/bielefeld/lokalsport_bielefeld/21917209_Schiedsrichter-Klaus-Muenstermann-ist-der-Mann-mit-dem-Adlerauge.html


09 / 2017

"Männerspiele machen mehr Spaß"

Die Bezeichnung „die Steinhaus von Bielefeld“ kann Schiedsrichterin Alexa Steffen nicht mehr hören.
Die Abiturientin hat auf dem Platz ihren eigenen Stil entwickelt
Alexa Steffen, 18 Jahre jung und Abiturientin, ist eine der wenigen Frauen in Bielefeld, deren große Leidenschaft die Schiedsrichterei ist. Seit zwei Jahren lässt sie Männer und Frauen auf dem Fußballplatz nach ihrer Pfeife tanzen, aktuell bis zur Kreisliga A der Herren. „Ich möchte aber so schnell wie möglich in die Bezirksliga aufsteigen“, erklärt die Unparteiische. Wenn man Steffen und ihr liebstes Hobby betrachtet, so landet man unweigerlich bei Bibiana Steinhaus, die bekanntermaßen als erste Frau in der ersten Bundesliga der Männer pfeifen darf.

„Ich finde sie an sich schon gut, vor allem aber mag ich ihren Stil des Pfeifens“, erzählt Alexa Steffen, die ansonsten eher etwas genervt ist von dem „Steinhaus-Hype“, der auch auf sie projiziert wird. „Ich höre immer mal wieder so etwas wie ,die Steinhaus von Bielefeld’, aber ich habe meinen ganz eigenen Stil“, gibt die 18-Jährige zu bedenken.

Alexa Steffen wirkt routiniert und klar in ihren Aussagen, sie weiß genau, was sie will und was sie kann. „Ich war schon immer fußballinteressiert, habe aber nie selber gespielt“, berichtet sie. Vor zwei Jahren habe sie einfach mal den Schiedsrichter-Lehrgang absolviert: „Ich wollte mal schauen, wie das so ist.“ Die Schiedsrichterei wurde ihr quasi in die Wiege gelegt, denn ihr Vater Andreas Steffen ist ebenfalls seit etlichen Jahren Schiedsrichter. Beide Steffens pfeifen für den TuS Dornberg. „Der Anfang war schwer“, erinnert sich Alexa an ihre ersten Auftritte als Spielleiterin. Die Sicherheit bei Entscheidungen habe ihr gefehlt.

„Nach einem Jahr, in dem ich auch cooler geworden bin, hat es dann angefangen, Spaß zu machen“, so die junge Unparteiische weiter. Anfangs habe auch immer Aufregung mitgespielt. „Die Angst vor Fehlern hat sich aber glücklicherweise von Spiel zu Spiel gelegt“, freut sich Steffen. Doch wie ist das eigentlich, wenn man als Frau ein Spiel der Männer pfeift? „Ich freue mich immer ein bisschen mehr darauf, wenn ich Männer pfeifen darf“, lacht Steffen, um jedoch sofort hinterherzuschieben, dass das keinerlei Schmälerung des Frauenfußballs sein soll.

Insgesamt erhalte sie von den Vereinen stets eine positive Resonanz. Sätze wie: „Oh wie schön, dass eine Frau pfeift“ hört Alexa Steffen des öfteren. Gerade geschlechtsspezifische Dinge würden von den Männern mit viel Respekt gehandhabt. „Die Angst des Zunahe-Kommens ist schon irgendwie niedlich“, meint Steffen, die durch ihre Tätigkeit als Schiedsrichterin ihr Durchsetzungsvermögen und Selbstvertrauen deutlich gesteigert hat. „Mir wurde noch von keinem Spieler der Schuh aufgemacht“, lacht sie – und bezieht sich damit auf Bayern Münchens Schelm Franck Ribery, der Bibiana Steinhaus im DFB-Pokal vor einem Freistoß die Schnürsenkel löste. „Anfangs dachte ich, es sei ein Kampf gegen Vorurteile. Das ist aber überhaupt nicht so“, erzählt Steffen. Auch im Freundeskreis bekommt sie Rückendeckung.

„Meine Freundinnen unterstützen mich, sind aber manchmal genervt, weil ich wenig Zeit habe. Meine Freunde zeigen da deutlich größeres Interesse“, sagt der Blondschopf. Einen echten Fan hat Alexa Steffen auch: „Meine Oma kommt öfter mal mit.“ Ihren nächsten Einsatz hat Alexa Steffen in der berühmt-berüchtigten Kreisliga B 2 (bisher drei Spielabbrüche in den ersten drei Spieltagen, Anm. d. Red.) am Sonntag beim Spiel SC Bielefeld II gegen den KSC Bosna. Sie selbst hat noch keine Erfahrungen in Sachen Risikospiele beziehungsweise Spielabbrüche gesammelt. „Aber auch das gehört zu unserem Job“, erklärt Steffen, die in jedes Spiel ohne Furcht, dafür mit sehr viel Freude geht.


Erschienen in der Neuen Westfälischen am 01. September 2017.

Link:
www.fupa.net/berichte/kus-beli-orlovi-srbija-bielefeld-maennerspiele-machen-mehr-s-939199.html



08/2017

KREIS PADERBORN SIEGT BEIM SCHIEDSRICHTER-TURNIER IN HALLE (WESTF.)

Von Klaus Münstermann (Text und Fotos)

Viele tausend Schiedsrichter sorgen nicht nur Woche für Woche dafür, dass sich Fußballer während ihrer Begegnungen an die Spielregeln halten, sondern einige unter ihnen können auch selbst einen ganz passablen Ball spielen. Die Unparteiischen-Mannschaften aus 18 Kreisen des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen haben das am 12. August in Halle/Westfalen im Fußballkreis Bielefeld unter Beweis gestellt. Dabei setzte sich Paderborn im Endspiel mit 2:0 n.N. gegen Unna-Hamm durch und wurde Westfalenmeister 2017. Dritter wurde Dortmund nach einem 4:1-Erfolg im Ruhrpottschlager gegen Gelsenkirchen. Die Mannschaft der gastgebenden Titelverteidiger aus Bielefeld, betreut von Vlado Radmann, schied nach einem Sieg und einem Remis sowie zwei Niederlagen als Vierter in der Vorrundengruppe mit dem späteren Turniersieger frühzeitig aus. In den Halbfinalspielen der Gruppensieger setzte sich Paderborn gegen Gelsenkirchen mit 7:1 durch. Unna-Hamm bezwang Dortmund knapp mit 1:0. Die Kreise Arnsberg und Siegen-Wittgenstein hatten ihre Turnierzusage vorbildhaft frühzeitig zurückgezogen, sodass sich der ausrichtende Kreis Bielefeld über eine gelungene Veranstaltung unter der Organisation von Ingo Engelstädter und seinen vielen Helfern freute. Auf eine Neues 2018 in Paderborn.


Kampf um den Ball: Beim SR-Turnier wechseln die Unparteiischen in die Rolle des Spielers.


Die Mannschaft der Bielefelder Schiedsrichter (von links): Hasan Erol, Mahir Seydo, Mehmet Erol, Melina Dück, Karl Heinz-Schröder (Schiedsrichter-Ausschuss), Vlado Radman (Trainer), Gregor Jarzembek, Peter Küsters, Harun Cebba


07/2017

Ostwestfälische Kreise tagen über das Beobachtungs- und Patenwesen

Von Kilian Krämer

Am Dienstag, den 25.07. trafen sich Vertreter der Kreise Höxter, Bielefeld, Paderborn, Detmold und Lemgo für einen kreisübergreifenden Austausch im Vereinsheim des FSV Pivitsheide (Kreis Detmold). Zwei Themen leiteten dabei durch den Abend: Zum einen die bestehenden Strukturen für Beobachtungen und Coaching von jungen, talentierten Schiedsrichtern, zum anderen ein kreisübergreifendes Schiedsrichter-Perspektivteam. Beide Themen wurden insbesondere vor dem Hintergrund diskutiert, durch Zusammenarbeit bestehende Ressourcen bestmöglich zu nutzen und ostwestfälische Talente besser fördern zu wollen.

Schnell wurde deutlich, dass die fünf anwesenden Kreise sich teilweise deutlich in ihren bisherigen Strukturen unterschieden. Gleichzeitig stellte sich jedoch auch heraus, dass alle Kreise in bestimmten Themengebieten über besondere Möglichkeiten und Expertisen verfügten. Dazu gehören beispielsweise die Möglichkeiten des Ahorn-Sportparks in Paderborn und die halbjährlichen Qualifizierungsabende für die Beobachter in Bielefeld. Die Anwesenden wurden sich schnell einig, dass es im Sinne aller Beteiligten ist, diese für gemeinsame Talentförderung und Beobachterqualifizierung nutzen zu wollen.

Nachdem ein erster IST-Zustand somit abgefragt und Ideen einer möglichen Zusammenarbeit gesammelt waren, setzten sich die Kreise zum Ziel, eine regelhafte Anzahl von Austauschspielen unter Beobachtung einzuführen und durch gezielte Maßnahmen, jeweils in Eigenregie von je einem Kreis durchgeführt, junge, förderungswürdige Schiedsrichter gemeinsam zu qualifizieren. Ein fünfköpfiges Team mit je einem Vertreter pro anwesendem Kreis wurde mit der Konkretisierung der gesammelten Ideen beauftragt.

Somit stand am Ende des Abends eine gelungene Sitzung, die hoffentlich der Auftakt einer gelungenen Zusammenarbeit ist.


Bild: Die anwesenden Obleute und Ausschussmitglieder der fünf Kreise: Hans-Josef Huschen, Helmuth Krause (Paderborn), Manfred Heinrich, Timo Franz-Sauerbier, Thomas Gerbrandt, Stefan Wattenberg (Kreis Lemgo), Marcel Rehermann, Wilhelm Meyer, Jessica Hildebrandt (Kreis Höxter), Philip Dräger, Kilian Krämer (Kreis Bielefeld), Udo Schlingmann, Maximilian Dolch, Florian Engelke (Kreis Detmold).


07/2017

21 NEUE SCHIEDSRICHTER IM KREIS BIELEFELD

Am Samstag, den 08.07., legten 21 Schiedsrichter*innen-Anwärter ihre Prüfung erfolgreich ab sind somit ab sofort Mitglied der Schiedsrichtervereinigung Bielefeld. Schiedsrichter-Obmann Philip Dräger gratulierte den Anwesenden zur bestandenen Prüfung und gab, gemeinsam mit den Ausschuss-Mitgliedern Stefan Lang, Karl-Heinz Schröder, Dennis Kandziora und Kilian Krämer, letzte Tipps und Tricks für den Einstieg an der Pfeife.

Der Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss Bielefeld gratuliert herzlich folgenden Anwärtern:

Anton Bikowski (TuS Union Vilsendorf), Sefa Caglar (FC Türk Sport Bielefeld), Jayden Cooper (TuS Quelle), Yalcin Dündar (VfB Fichte Bielefeld), Robin Escher (TuS Solbad Ravensberg), Henrik Feldscher (TuS Union Vilsendorf), Marcel Gronwald (SC Peckeloh), Luka Herrendörfer (TuS Einigkeit Hillegossen), Cecilia Jarzembek (SG Hesseln), Ferhan Kacan (TuS Union 02 Bielefeld), Justin Kath (SC Peckeloh), Danique Künsebeck (TSV Amshausen), Stefan Mahne (TuS 08 Senne I), Tobias Möhle (TuS Union Vilsendorf), Adam Ottlinger (TSV Amshausen), Tim Schoen (TuS Jöllenbeck), Max Luca Schrewe (TuS Einigkeit Hillegossen), Daniel Senkiw (TuS Eintracht Bielefeld), Tim Niklas Tenger (SpVg Steinhagen), Joachim Voigt (Teutonia Altstadt) und Ensar Yilmaz (FC Türk Sport Bielefeld).


06/2017

Veränderungen im KSA


Der KSA Bielefeld hat in seiner Sitzung vom 26.06.17 einige interne Veränderungen beschlossen. Daniel Beck kehrt wie geplant auf den Posten des Lehrwarts zurück und übernimmt, gemeinsam mit Stefan Lang, diesen von Dominik Doht, bei dem sich der KSA für sein Engagement herzlich bedankt. Zudem ist Kilian Krämer neues Mitglied des KSA, Carsten Blumenstein fungiert künftig im Lehrstab.



06/2017

Erfolgreicher Saisonabschluss für Bielefelder Schiedsrichter beim Referees-Run

Von Kilian Krämer

Während der Siegerehrung des 12. Referees-Run im Rahmen der Nacht von Borgholzhausen schalten gleich zweimal lautstarke „Bielefeld, Bielefeld“- Sprechchöre durch das gut besuchte Festzelt der Schiedsrichter. Die Bielefelder Unparteiischen hatten auch allen Grund zur Freude: Nicht nur, dass mit Alexa Steffen die schnellste Schiedsrichterin des Abends aus der Leineweberstadt kam, sondern auch, dass der heimische Kreis mit 18 Teilnehmenden beim Schiedsrichter-Event vor der eigenen Haustür stark vertreten war und mit guten Laufzeiten überzeugen konnte.

Die Anreise in den Altkreis war dabei bereits ein Highlight: Erstmalig hatte der Kreis-Schiedsrichter-Ausschuss in Zusammenarbeit mit dem Förderverein „DIE PFEIFE e.V.“ einen MoBiel-Bus organisiert, der die Teilnehmenden an den Endstationen Sieker und Lohmannshof aufsammelte und in der Nacht sicher dorthin zurückbrachte. Am Steuer saß mit Harun Cebba ebenfalls ein Referee, der für die nötige Stimmung während der Fahrt sorgte. Um 21:30 Uhr ging es dann auf die Strecke, an der sich ebenfalls zahlreiche Bielefelder Schiedsrichter positionierten, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht teilnehmen konnten. Insbesondere die Stimmung in der Borgholzhauser Innenstadt sorgte bei so manchem Läufer dabei wieder mal für Gänsehaut. Die Siegerzeit des Gesamtsiegers Elias Sansar (32:04 Min.) blieb für die Bielefelder Unparteiischen zwar ebenso unerreichbar wie der schnellste Referee Holger Derbort (37:55 Min.), der bereits zum vierten Mal im Borgholzhausen triumphierte. Allerdings knackten gleich fünf heimische Referees die Marke von 50:00 Minuten und stellten damit unter Beweis, dass die Schiedsrichterei, insbesondere in den höheren Spielklassen, ein Laufsport ist. Zur Krönung kam mit der besagten Alexa Steffen (52:28) die schnellste Schiedsrichterin des Abends aus Bielefeld. Schnellster Mann war Kilian Krämer mit 43:50.

Glückwünsche vom VSA: Torsten Werner gratuliert Alexa Steffen zur Bestzeit aller Schiedsrichterinnen. (© David Hennig / FLVW Schiedsrichter)

 

Nach einer erfrischenden Dusche und einem stärkenden Abendessen, möglich gemacht von vom Organisationsteam rund um Ingo Engelstädter und seiner Bielefelder Crew von ehrenamtlichen Helfern, ging es gegen 1:15 Uhr dann wieder in die Heimat zurück – ein guter Abschluss einer erfolgreichen Saison.

Die Bielefelder Teilnehmer des Referee-Runs von links nach rechts.

Kniend: Waldemar Klein, Melina Dück

Vordere Reihe: Mohammad Raafi Noori, Gregor Jarzembek, Niklas Pieknik, Harun Cebba, Kilian Krämer, Alexa Steffen

Hintere Reihe: Till Garnschröder, Fabian Lewandowski, Mert Dar, Torsten Salomon, Niklas Skora, Emil Sumper, Klaus Münstermann, Philip Dräger, Riza Öztürk, Björn Freiensehner

Verdeckt: Dominik Doht

 


02/2017

BUNDESLIGA-SCHIEDSRICHTER HARM OSMERS ZU GAST IN BIELELD


Er ist einer der vier neuen unter den 23 Schiedsrichtern der ersten Fußball-Bundesliga: Harm Osmers. Dass seine Premiere am 10. September 2016 bei der Partie Freiburg gegen Mönchengladbach von einem Patzer begleitet wurde, kehrt der 32-Jährige beim Vortrag vor 130 Unparteiischen des Kreises Halle/Bielefeld in der Neuen Schmiede am 13. Februar nicht unter den Teppich.

Im Gegenteil, er geht offen damit um und spielt die Videosequenz ein, als der Gladbacher Andreas Christensen dem Freiburger Maximilian Philipp ins Gesicht schlägt. Osmers steht in der Nähe, hat es aber ebenso wenig gesehen wie seine Assistenten. »Ich war zu dicht dran und habe mich zu sehr auf das konzentriert, was am Boden passiert«, gibt sich Osmers selbstkritisch.

»Fehlentscheidungen wirken nach. Erst nach Spielende, dann auf der Fahrt nach Hause und schließlich das ganze Wochenende«, sagt Harm Osmers. Spätestens am Dienstag oder Mittwoch sollte der Fehler jedoch aufgearbeitet sein. »Im Loslassen von Fehlern kann ich noch besser werden«, so Osmers.

Er ist nicht mit dem gleichnamigen Unparteiischen verwandt, der am 23. April 1994 für die bislang kurioseste Fehlentscheidung in der Bundesliga-Geschichte gesorgt hat. Hans-Joachim Osmers erkannte auf Tor, obwohl Bayerns Thomas Helmer gegen Nürnberg den Ball neben das Gehäuse befördert hatte.

Das kann mit der heutigen Torlinientechnik nicht mehr passieren. »Ihre Einführung war unausweichlich. Auch weil die Auswirkungen von Fehlentscheidungen unter wirtschaftlichen Aspekten immer größer werden«, sagt Osmers. 1970 hätten im Schnitt drei Fernsehkameras ein Bundesliga-Spiel beobachtet. Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien 2014 waren es 30. »Die Fernsehwirklichkeit zählt. Deshalb gehe ich von der Einführung des Videoschiedsrichters zur kommenden Saison 2017/2018 aus. Und das wird den Fußball maßgeblich verändern«, so Osmers. Für den 32-Jährigen, der in seiner Heimatstadt Hannover bei Continental als Controller arbeitet, steht fest: »Das Spiel wird immer schneller und dynamischer, und es wird aus 1000 Blickwinkeln gezeigt. Um mithalten zu können, wird der Profi-Schiri der nächste Schritt sein.«

»Die beste Entscheidung meines Lebens«, sagt Harm Osmers über den Augenblick, als er die Pfeiferei endgültig der eigenen Kickerei vorzog. Osmers selbst, der mit vier Jahren begann Fußball zu spielen, war mit seinem SV Baden in der Kreisliga zu Hause. Doch er leitete bereits als 19-Jähriger Partien in der Landesliga, nachdem er nur vier Jahre zuvor seine Prüfung bestanden hatte. »Die dritte Liga zu erreichen, habe ich mir zugetraut«, sagt Osmers.

Dass es sogar zum Fußball-Oberhaus gereicht hat, mag auch mit seiner großen Leidenschaft zusammen hängen: »Ich brenne für die Pfeiferei.« Nach und nach will sich Osmers in der ersten Liga etablieren. Große Zuschauerzahlen machen ihm nichts aus. »Ich freue mich über voll besetzte Stadien.« Nerviger waren vielmehr Landesliga-Spiele als Assistent auf einem Dorfplatz: »Da war es mitunter schwer zu ertragen, dass es jemand hinter einem über 90 Minuten besser weiß und alles kommentiert.«

Harm Osmers war auf Einladung des KSA Bielefeld und des Anfang des Jahres 2017 gegründeten Vereins »Die Pfeife« in Bielefeld zu Gast. Vereinsvorsitzender Reiner Stodieck sagte:  »Ich freue mich, dass ein so hochkarätiger Referent bei uns in Bielefeld den Kontakt zur Schiedsrichterbasis hält.« Weiterer solcher Vortragsabende sollen folgen.

 

Von Klaus Münstermann für den KSA

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01/2017

BIELEFELDER SCHIEDSRICHER ZUM WOCHENEND-SEMINAR IN BAD FREDEBURG

Zum mittlerweile 21. Mal haben sich vom 20.-22.01.2017 insgesamt 23 Bielefelder Schiedsrichter im sauerländischen Bad Fredeburg zum Fort- und Weiterbildungsseminar getroffen. Die überwiegend jungen Unparteiischen erwartete dabei eine Fülle von Themen und Inhalten. Am Freitagabend und Samstagmorgen stand die Überprüfung der Regelkenntnisse anhand eines Fragebogens an. Lehrwart Dominik Doht machte im Anschluss daran die Bedeutung von umfassender Regelkenntnis für Unparteiische deutlich: „Wenn nicht einmal der Schiedsrichter die Regeln sicher beherrscht, wie sollen wir es dann von den Vereinen verlangen können? Wer als Schiedsrichter Erfolg haben will, muss die Fußballregeln in- und auswendig beherrschen.“

Im Anschluss wurde das Thema „Persönlichkeit“ gezielt behandelt: Verschiedene Spielszenen wurden nachgestellt, welche von den Unparteiischen gelöst werden mussten. Diese wurden auf Video aufgezeichnet und anschließend intensiv unter Moderation von Lehrstabsmitglied Kilian Krämer und Dominik Doht gemeinsam besprochen. Die Unparteiischen erhielten wertvolle Tipps, wie Konfliktsituationen, z.B. eine Rudelbildung, richtig gelöst werden können. Als „Best-Practice“ dienten dabei ausgewählte Szenen u.a. von FIFA-Schiedsrichter Dr. Felix Brych, die ebenfalls gezeigt und diskutiert wurden.

Lehrwart Dominik Doht rundete das Thema mit einem Impulsvortrag ab. Zudem gab Lehrstabsmitglied Niklas Winkler für die Neulinge unter den Anwesenden Tipps für eine erfolgreiche Spielvorbereitung am Platz. Neben der inhaltlichen Arbeit stand an den beiden Abenden natürlich auch das Thema Gemeinschaft im Vordergrund. Im örtlichen Imbiss und der Dorfdisco „Tenne“ wurde gemeinsam getanzt und gefeiert, am Samstagabend konnten die Unparteiischen zudem zeigen, dass auch sie den Umgang mit dem runden Leder beherrschen. Am Sonntagmittag verließen somit alle Teilnehmer etwas müde, aber sehr zufrieden und mit vielen neuen Erkenntnissen im Gepäck das Bildungszentrum Bad Fredeburg.

Der Termin für das nächstjährige Seminar steht auch bereits fest. Vom 09.-11.02.18 werden sich die Bielefelder Unparteiischen wieder auf den Weg ins Sauerland machen. Viele der in diesem Jahr mitgereisten freuen sich bereits jetzt auf diesen Termin.




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01/2017

EHRUNGEN DER JUBILARE

Die Schiedsrichter des Fußballkreises Bielefeld haben sich mit ihrem ersten Lehrabend des neuen Jahres auf die Rückserie eingestimmt. Im Mittelpunkt der Ehrungen der Jubilare stand dabei Reiner Koller (Spvg. Steinhagen), der für 50 Jahre Tätigkeit mit der DFB-Verdienstnadel ausgezeichnet wurde. Dazu war eigens Michael Liedtke, Vorsitzender des Verbandsschiedsrichterausschusses, aus Schwelm bei Wuppertal in den Bielefelder Pappelkrug gekommen. Philip Dräger, Vorsitzender des Schiri-Ausschusses im Kreis Bielefeld, blickte vor 80 Unparteiischen zunächst auf die Hallenmeisterschaften in Bielefeld und im Altkreis Halle zurück. "Auch wenn die Referees der Bielefelder Endrunde in der Presse heftig kritisiert worden sind, ist der kreisliche Ausschuss mit den Leistungen der Kollegen vor allem in den Vor- und Zwischenrunden sehr zufrieden", sagte Dräger. Und im Altkreis habe es mit Klaus Münstermann (SG Oesterweg) sogar einen Schiedsrichter gegeben, der mit Sprechchören in der Versmolder Sparkassenarena gefeiert wurde. Darüber hinaus gab Dräger bekannt, dass Stefan Lang und Dennis Kandziora im Lehrstab mindestens bis zur Rückkehr von Daniel Beck auf einen der beiden Lehrwartposten am 1. Juli mitarbeiten werden. Stelios Angelakakis ist hingegen ausgeschieden. Im Anschluss wurden Fabian Lewandowski (VfL Schildesche) als Nachwuchsmann und Wilhelm Panhorst (VfR Wellensiek) als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnet. Der erst 17-jährige Lewandowski hat es binnen zweieinhalb Jahren vom Neuling bis in die Bezirksliga geschafft und im Dezember als Assistent sogar seinen ersten Oberligaeinsatz absolviert. "Ein gutes Beispiel für unsere jungen Leite, wie schnell eine Karriere bei entsprechendem Talent und Einsatzwillen verlaufen kann", sagte Dräger. Wilhelm Panhorst greift bereits seit 33 Jahren zur Pfeife. Bei 107 Spielleitungen im vergangenen Jahr war kein anderer so oft unterwegs wie der 66-Jährige. Für 30-jährige Tätigkeit wurden Ingo Engelstädter (SC Halle) und Aliriza Simsek (TuS 08 Senne I) geehrt. Auf 25 Jahre bringen es Manfred Domeratzki (VfL Ummeln), Andreas Steffen (TuS Dornberg) und Björn Freiensehner (DSC Arminia Bielefeld). Seit 20 Jahren sind Riza Oeztürk (VfL Theesen), Raphael Ludwig (TuS 08 Senne I) und Heinz-Günter Heymann dabei. Und die ersten zehn Jahre haben Daniel Beck (SC Halle) und Torsten Salomon (SV Ubbedissen) hinter sich gebracht. Die größte Auszeichnung gebührte jedoch Reiner Koller (Spvg. Steinhagen). "Ich habe so eine Ehrung noch nie vorgenommen. Und da fragt man sich, ob das überhaupt sein kann", sagte Michael Liedtke zu Beginn seiner Laudatio. Im Kreis Oberhausen-Bottrop (Verband Niederrhein) bestand Koller 1967 die Prüfung und pfiff anschließend bis zur höchsten Verbandsklasse. Das war damals noch die Verbandsliga. Oberhalb gab es nur die erste und zweite Bundesliga. Dort assistierte Koller dem 2014 verstorbenen Kult-Schiri Wolf-Dieter Ahlenfelder. Von 1982 bis 1991 war Koller in Oberhausen kreislicher Ansetzer, ehe es ihn nach Bielefeld zog. Dort stieg der verheiratete Familienvater sofort als Lehrwart ein. Von 1998 bis 2007 stand er dem kreislichen Schiri-Ausschuss vor und war zugleich seit 1998 Beobachter auf Verbandsebene. Nach Erreichen der Altersgrenze von 70 Jahren schied Reiner Koller 2015 aus. Da hatte er aber bereits 2014 noch einmal kommissarisch den Lehrwartposten in Bielefeld übernommen. Von diesem trat er schließlich im Oktober 2016 aus persönlichen Gründen zurück. Und so überreichte Michael Liedtke die vom DFB-Präsidenten Reinhard Grindel unterzeichnete Urkunde und überreichte Reiner Koller die DFB-Verdienstnadel für 50 Jahre erfolgreiche Tätigkeit im Schiedsrichterwesen. Koller selbst bedankte sich bei Ingo Engelstädter, der sich für diese Ehrung stark gemacht hatte, und zeigte stolz, dass er seine erste Pfeife noch immer am Schlüsselbund trägt.

KSA Bielefeld




Reiner Koller (links) wird vom Verbandsausschussvorsitzenden Michael Liedtke mit der DFB-Verdienstnadel für 50 Jahre Tätigkeit ausgezeichnet.




Vorsitzender des Kreisschiedsrichterausschusses Philip Dräger (rechts) ehrt die Jubilare unter den Schiedsrichtern (von links): Andreas Steffen, Björn Freiensehner, Ingo Engelstädter, Raphael Ludwig, Torsten Salomon, Aliriza Simsek, Manfred Domeratzki, Fabian Lewandowski, Daniel Beck und Wilhelm Panhorst.

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01/2017

VERÄNDERUNG IM KSA

Reiner Koller ist als Lehrwart unseres Fußballkreises Ende Oktober aus persönlichen Gründen zurück getreten. Das hat er dem Verband und dem KSA schriftlich mitgeteilt. Die Lehrarbeit liegt vorübergehend alleinverantwortlich in den Händen unseres Lehrwarts Domink Doht. Der KSA arbeitet bereits an einer Lösung, wie die entstandene Lücke in der Lehrarbeit geschlossen werden kann und wird erste Ergebnisse auf dem kommenden Lehrabend am 7. November um 19 Uhr im Pappelkrug bekannt geben. Der KSA und der Lehrstab bedanken sich bei Reiner Koller im Namen aller Bielefelder Schiedsrichter für sein Engagement in den vergangenen zwei Jahren, nachdem er kurzfristig bereit war, ein weiteres Mal in die Lehrarbeit einzusteigen. Für die Zukunft wünschen wir ihm und seiner Familie alles Gute und bei seiner Tätigkeit als Ehrenamtsbeauftragter des Fußballkreises viel Erfolg.

Klaus Münstermann

KSA-Öffentlichkeitsmitarbeiter

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10/2016

ERFOLGREICHER ANWÄRTERLEHRGANG

Die Bielefelder Fußball-Schiedsrichter begrüßen nach dem Herbstlehrgang einige neue Gesichter in ihren Reihen. Nachdem in sechs intensiven Lerneinheiten die Theorie vermittelt wurde, konnten zehn der zwölf gestarteten Teilnehmer erfolgreich die Prüfung ablegen.




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06/2016

BIELEFELDER FUßBALL-SCHIEDSRICHTER SIND WESTFALENMEISTER 2016

Die Bielefelder Fußball-Schiedsrichter pfeifen nicht nur gut – sie können auch exzellent mit dem Ball umgehen. Bei der Westfalenmeisterschaft in Overberge holte sich die Auswahl der Unparteiischen aus dem Fußballkreis Bielefeld den Titel. Nach der Vizemeisterschaft 2014 und dem dritten Platz im vergangenen Jahr waren die Bielefelder einfach mal dran. Neben dem großen Siegerpokal gab es noch eine Ehrung: Fabian Lewandowski wurde als bester Torwart des Kleinfeldturniers ausgezeichnet. Neben den fußballerischen Fähigkeiten zeigten die Bielefelder auch noch starke Nerven. Im Halbfinale und im Endspiel setzte sich die Truppe von Trainer Vlado Radman jeweils im Achtmeterschießen durch. Im Finale wurden die Schiedsrichter aus dem Kreis Beckum besiegt. Marvin Küsters sorgte mit seinem Treffer für das späte 1:1, vom Punkt machten die Bielefelder dann alles klar. Küsters, Sascha Liebau und Dusko Brkic trafen zum 4:3-Erfolg. Die Treffer während des Turniers teilten sich Marvin Küsters (5), Emil Sumper und Furkan Yilmaz (je 3), Sardar Mezgal (2), Dusko Brkic und Sascha Liebau (je 1).





Westfalenmeister 2016: Die Bielefelder Schiedsrichter Vlado Radman (Trainer, DSC Arminia), Fabian Lewandowski (VfL Schildesche), Emil Sumper (DSC Arminia), Marvin Küsters (VfL Theesen/BV Werther), Furkan Yilmaz (TuS 08 Senne), Sardar Mezgal (BV Werther), Ingo Engelstädter (Betreuer, SC Halle, oben v.l.), Sascha Liebau (DSC Arminia), Dusko Brkic (DSC Arminia), Eren Yilmaz (TuS 08 Senne) und Can Ayaz (SV Heepen, unten v.l.) können nicht nur gut pfeifen.

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BERNHARD BRZOSKA VERSTORBEN 

Die Bielefelder Fußball-Schiedsrichter und der Fußballkreis trauern um Bernhard Brzoska. Der Gründer des Sportvereins Baumheide (1976) ist jetzt im Alter von 59 Jahren verstorben. Seit Oktober 1982 war Brzoska als Unparteiischer aktiv, pfiff viele Jahre auf Kreisebene und zuletzt in der Altliga. Neben der Schiedsrichterei gehörte sein ganzes Herzblut dem SV Baumheide. Er prägte den Verein als Spieler, Betreuer, Obmann, Ehrenamtsbeauftragter und Vorstand, 2001 zum 25-jährigen Bestehen des SVB wurde er dafür vom Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen mit der silbernen Verdienstnadel geehrt.

KSA Bielefeld

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04/2016

ERFOLGREICHER VERBANDSLEHRGANG!

Unsere überkreislich aktiven Schiedsrichter hatten am Samstag, 30. Apri bei regnerischem Wetter ihren Überprüfungslehrgang in Detmold.

Am Ende haben alle 15 Teilnehmer aus Bielefeld erfolgreich den Lauftest und den Regelbogen absolviert.

Wir gratulieren herzlich und freuen uns mit euch auf ein weiteres Jahr in der Saison 2016/17 auf Verbandsebene!!

KSA Bielefeld


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02/2016

DRÄGER BLEIBT SCHIEDSRICHTER-OBMANN DES KREISES BIELEFELD

Philip Dräger bleibt Chef der Schiedsrichter im Fußballkreis Bielefeld und somit Vorsitzender des Kreis-Schiedsrichter-Ausschusses (KSA). Auf dem Kreis-Schiedsrichter-Tag am 1. Februar im Pappelkrug in Bielefeld war das Votum der 80 Anwesenden einstimmig. Dominik Doht wurde zum Nachwuchsmann und Manfred Domeratzki zum Schiedsrichter des Jahres gekürt.

Mit welchem Team Dräger in seine zweite Amtsperiode von drei Jahren gehen wird, ließ er offen. Dräger selbst muss auf Vorschlag des Kreisvorstandes zunächst auf dem Kreistag am 19. April von den Vereinsvertretern auf seinem Posten bestätigt werden. Anschließend will Dräger diejenigen benennen, die ihn im derzeit achtköpfigen KSA unterstützen.

Manfred Domeratzki vom VfL Ummeln wurde die Ehre Schiedsrichter des Jahres bereits zum dritten Mal in Folge zuteil. Denn auch 2015 leitete er mit 102 Spielen die meisten Partien aller 175 Schiedsrichter im Kreis. Und das im Alter von 64 Jahren. Nur zwei Einsätze weniger absolvierte Karl-Heinz Schröder.

Dominik Doht hingegen wurde zum Nachwuchsmann des Jahres 2015 bestimmt. Zwei Jahre nach Bestehen des Anwärterlehrgangs stieg der heute 19-Jährige vom SV Ubbedissen im März 2015 in die Landesliga auf.

Im Beisein des Kreisvorsitzenden Markus Baumann  nannte Philip Dräger Zahlen zur positiven Entwicklung  innerhalb seiner  Zunft. Die Anzahl der geleiteten Partien pro Saison stieg von 3393 im Jahr 2013 auf 4014 im Jahr 2015. Dass auch diese 621 zusätzlichen Spiele besetzt werden konnten, hängt mit dem Anstieg der Schiedsrichterzahl zusammen. Waren es 2012 noch 140 Unparteiische, sind es derzeit 175. Ihr Durchschnittsalter liegt seit vier Jahren konstant bei 35,5 Jahren.

Seit 25 Jahren pfeifen Rade Djordjevic (DSC Arminia) und Peters Küsters (VfL Theesen). Dafür gab es jeweils einen Blumenstrauß und die Ehrenurkunde des  Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen (FLVW). Für 20 Jahre Tätigkeit wurden geehrt: Manfred Berger (SG Hesseln), Daniel Weigang (SV Häger), Horst-Dieter Horn (FTSV TuS Ost), André Sami, Michael Beckmann, Dietrich Schmidt (alle drei DSC Arminia). Zehn Jahre sind dabei: Volker Reck (SV Ubbedissen), Emanuel Yigit (VfL Theesen), Waldemar Klein (DSC Arminia).

Klaus Münstermann

Öffentlichkeitsmitarbeiter des KSA


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WOLFGANG HANEMANN VERSTORBEN!

Die Schiedsrichter und Fußballer des Fußballkreises Bielefeld trauern um Wolfgang Hanemann. Nach mehr als 40 Jahren Dienst an der Pfeife ist der Unparteiische des TuS Quelle am Mittwoch nach schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren verstorben. Das Mitgefühl der Schiedsrichterkameraden gilt seiner Frau Bärbel sowie seinen beiden Töchtern und seinen beiden Enkelkindern.

Wolfgang Hanemann stand während seiner aktiven Fußballerzeit im Tor der ersten und zweiten Mannschaft des TuS Quelle. In der 60er Jahren ganz in schwarz und mit Mütze gekleidet wurde der Schlussmann des TuS von Mitspielern und Gegnern ehrfürchtig nur Schwarzer Panther genannt. Mit 32 Jahren begann Wolfgang Hanemann am 1. November 1973 seine Laufbahn als Schiedsrichter, die ihn bis in die Bezirksliga führte. Seine stets authentische Art brachte ihm den Respekt und die Wertschätzung aller Fußballer ein.  Als Assistent war er bis zur Westfalenliga im Einsatz. Seit 1999 war er zusätzlich als Beobachter unterwegs, um sein profundes Wissen an den Nachwuchs weiterzugeben.

Dem Verstorbenen zu Ehren wurde am vergangenen Spieltag bei allen Kreisliga-Begegnungen zu Beginn eine Gedenkminute eingelegt. Die Beisetzung findet am Freitag, 12. Juni, um 12 Uhr auf dem Waldfriedhof Quelle statt. Wolfgang Hanemanns Wunsch war es, dass ihn möglichst viele seiner Schiedsrichterkameraden der vergangenen vier Jahrzehnte auf seinem letzten Heimgang begleiten, um das ihm zu Lebzeiten so wichtige Wir-Gefühl der schwarzen Zunft zum Ausdruck zu bringen.

Etwa 50 Schiedsrichter unter den 200 Trauergästen sind Wolfgangs Wunsch gerne nachgekommen und erlebten eine bewegende und einmalige Trauerfeier mit Pfarrer Matthias Dreier und Torsten Werner, dem ehemaligen Vorsitzenden des Bielefelder KSA.

In einer Fußball-Urne in den Farben seines Vereins Borussia Dortmund wurde Wolfgangs Asche zu den Klängen von "Fußball ist unser Leben", dem WM-Hit von 1974, aus der Friedhofskapelle in Quelle herausgetragen. Und wie Torsten Werner zum Abschluss seiner Rede in der Kapelle griff Wolfgangs Tochter Antje am Grab zur Schiedsrichterpfeife ihres Vaters, um ein letztes Mal den für ihn so typischen Pfiff zum Ende eines Spiels erklingen zu lassen - kurz, kurz, lang.

Abpfiff für Wolfgang Hanemann.

Die Schiedsrichter des Fußballkreises Bielefeld werden Wolfgang Hanemann stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

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Oliver Topp, Philip Dräger

 

Zum jüngsten Lehrabend hatte der KSA Bielefeld mit Oliver Topp den zweiten Verbandsschiedsrichterlehrwart eingeladen. Mehr als 80 Unparteiische erlebten einen  unterhaltsamen und lehrreichen Abend mit dem Oberligaschiedsrichter des SV Büren zum Thema menschliche Wahrnehmung. Topp, bekennender Anhänger des SC Paderborn, ließ in die Gestaltung des Themas die Erfahrungen aus seinem beruflichen Alltag einfließen. Oliver Topp ist Polizist.

„Wir selbst gehen immer davon aus, dass unsere Wahrnehmung die richtige ist – auch wenn das in dem einen oder anderen Fall nicht so ist“, sagte Topp. Eine unscheinbare Störung bei den einleitenden Worten des VKSA Philip Dräger durch einen jungen Mann, der KSA-Mitglied Reiner Koller ein Buch zurückgibt, diente als Diskussionsgrundlage, zu der zwei Teilnehmer getrennt voneinander befragt wurden. Obwohl beide sich an den Vorfall erinnern konnten, kamen dabei unterschiedliche Wahrnehmungen heraus: Dachte der erste Teilnehmer noch, Koller hätte das Buch an seinem Sitzplatz entgegen genommen, hatte der zweite Teilnehmer beobachtet, dass Koller aufgestanden war, und sich ausdrücklich bedankte. Eine Situation, aber unterschiedliche Wahrnehmungen. „Je nach Standort, Perspektive und Fokus auf eine bestimmte Aktion nehmen wir Dinge unterschiedlich wahr“, sagte Topp.

Das führte der Verbandslehrwart den Anwesenden anschließend auch anhand von alltäglichen Videosequenzen vor. Von zwei Basketballmannschatten mit je drei Spielern spielt sich die eine den Ball zu. Die Schiedsrichter sollten die Anzahl der Pässe zählen. Auf diese Aufgabe fokussiert hatten sechs Teilnehmer des Abends tatsächlich nicht wahrgenommen, dass zwischendurch ein verkleideter Gorilla durch die Szene rennt.

Wahrnehmungsfehler des Schiedsrichters auf dem Platz,  so der Verbandslehrwart, kämen deshalb immer wieder vor – jedoch träfe dies auch auf die 22 anderen beteiligten Akteure, Zuschauer und Trainer zu. Umso wichtiger sei es deshalb, durch seine Persönlichkeit die getroffenen Entscheidungen „gut zu verkaufen“. Wie das funktionieren kann, zeigte Oliver Topp anhand von aktuellen Videos aus der Fußball-Bundesliga. Die Bielefelder Schiedsrichtergilde war sich nach dem gut einstündigen Lehrstück einig, künftig die eigene Wahrnehmung auf dem Platz zu schärfen.

Der KSA und die Schiedsrichter des Kreises Bielefeld bedanken sich ausdrücklich bei Oliver Topp für diesen gelungenen Abend.

 

Klaus Münstermann

Öffentlichkeitsmitarbeiter des KSA

 

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Die Bielefelder Schiedsrichter sowie der gesamte Bielefelder Fußball trauern um Werner Lauenstein. Der langjährige Vorsitzende des Kreisschiedsrichterausschusses verstarb im Alter von 85 Jahren.

60 Jahre seines Lebens war Lauenstein als Fußball-Schiedsrichter aktiv, seine Prüfung legte er 1955 in seiner Heimatstadt Nordhausen/Harz ab. Nach dem Umzug nach Bielefeld im Jahr 1956 blieb er diesem Hobby treu, schaffte es als Unparteiischer sogar bis in die ehemalige Regionalliga West.

Werner Lauenstein war zunächst vier Jahre Schiedsrichter und Jugendtrainer beim VfB Fichte, dann 19 Jahre Schiedsrichter, Jugendobmann, Jugendtrainer und Fußballobmann beim TuS 08 Senne. Von 1979 bis 1982 war er Fußballobmann bei den Sportfreunden Sennestadt. Als Schiedsrichter war er in dieser Zeit weiterhin aktiv. Lauenstein wurde im Anschluss an seine aktive Karriere Schiedsrichter-Lehrwart, 1982 übernahm er als Nachfolger des späteren Kreisvorsitzenden Egon Senf zunächst kommissarisch das Amt des Kreisschiedsrichterobmanns. Ein Jahr später wählten die Bielefelder Schiedsrichter Lauenstein auch offiziell, 1998 übergab den Vorsitz an Reiner Koll