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Der FLVW-Kreis Bielefeld stellt sich vor

Bielefelder Hallen-Fußball Stadtmeisterschaft



Dornberg triumphiert nach 2003, 2010, 2011 und 2012 zum fünften Mal in Bielefeld. Aber: "Ausschreitungen" trüben die Stimmung!

31.12.2019

Bei seiner 17. Endrunden-Teilnahme hat der TuS Dornberg seinen fünften Titel geholt. Damit schlossen die "Besten im Westen" zum VfL Theesen auf. Der Westfalenligist kann ebenfalls fünf Titel vorweisen, benötige hierfür allerdings eine Endrunden-Teilnahmen mehr. Beeindruckende Zahlen der erfolgreichsten Vereine bei der Bielefelder Hallen-Fußball Stadtmeisterschaft. Bei den letzten 13 Meisterschaften kamen die Sieger neunmal aus Dornberg und Theesen.

Bei der 23. Bielefelder Hallen-Fußball Stadtmeisterschaft pilgerten 3.100 Besucher am 30. Dezember in die Seidensticker Halle, insgesamt zählten die Ausrichter wieder über 10.000 Besucher an vier Turniertagen.

Die Dornberger gewannen alle Turnierspiele, schalteten auf dem Weg zum Titel den Titelverteidiger VfL Theesen aus und behielten auch im Finale gegen den Westfalenligisten VfB Fichte Bielefeld die Oberhand. Dank der beiden Tore von Andreas Janzen gewannen sie nicht unverdient mit 2:0.

Waren die Viertelfinalpartien in den letzten Jahren nicht immer wirklich spannend, konnten sich die Fans in der Seidensticker Halle in diesem Jahr vom Gegenteil überzeugen. Höhepunkt war sicherlich das letzte Viertelfinalspiel am frühen Abend. Hier setzte sich der VfB Fichte Bielefeld 10:9 nach Neunmeterschießen gegen den FC Türk Sport Bielefeld durch. Anschließend sorgten Tumulte von Fans des FC für unschöne Szenen.

Mit einiger Verzögerung konnte das erste Halbfinalspiel angepfiffen werden. Die Spannung fand seine Fortsetzung und die Zuschauer kamen auf ihre Kosten. Wieder musste die Entscheidung vom Punkt fallen. Theesen holte zwar in der regulären Spielzeit einen 1:4-Rückstand auf, aber Dornberg setzte sich dann mit 3:2 im Neunmeterschießen durch.

Wieder einmal kam es zu Verzögerungen bevor das zweite Halbfinalspiel begonnen werden konnte. Die Zuschauer in der Halle standen hinter dem vermeintlichen Underdog, doch den Sennern fehlte das nötige Quäntchen Glück für eine Überraschung. 2:5 lag der TuS 08 Senne 1 zurück und konnte dennoch zum 5:5 ausgleichen. In den letzten Sekunden traf der VfB Fichte Bielefeld noch zweimal.

Die Torjägerkanone mussten sich in diesem Jahr wieder zwei Spieler teilen. Dennis Lobitz (VfB Fichte Bielefeld) und Charin Huxohl (TuS Dornberg) erzielten in der Zwischen- und Endrunde jeweils neun Tore. Dennis Lobitz kennt das Gefühl des besten Torschützen bereits. Schon im letzten Jahr teilte er sich die Torjägerkanone.




Zum besten Torhüter der Endrunde wurde Matti Kuuse vom VfB Fichte Bielefeld gewählt. Er überzeugte nicht nur in der Endrunde mit tollen Paraden, sondern erwies sich in den Spielen der Vor-, Zwischen- und Endrunde auch als Torschütze. "Bei anderen Turnieren habe ich den Titel ja schon das ein oder andere Mal geholt, aber bei der Stadtmeisterschaft, vor so vielen Zuschauern, da ist das wirklich nochmal etwas Besonderes".


Zum besten Spieler der Endrunde wurde Kadir Sentürk (FC Türk Sport Bielefeld) gewählt. Sentürk, der neben seiner Karriere beim FC Türk Sport auch beim Futsal für Furore sorgt, ist stolz, dass er seinen Mitspieler Memos Sözer vom MCH Futsal-Club Sennestadt beerben konnte.





Grundsätzlich sportlich fair sind die Spiele der Stadtmeisterschaft verlaufen. Lediglich sechsmal zeigten die 16 Schiedsrichter während der 120 Spiele die Rote Karte. Hierfür mussten insgesamt nur 13 Wochen als Sperre ausgesprochen werden. Dass war in den letzten Jahren schon deutlich schlimmer.

Dafür ging außerhalb des Spielfelds hoch her. Zwei Nachspiele hat die 23. Bielefelder Hallen-Fußball Stadtmeisterschaft jetzt vor der Sportgerichtsbarkeit des FLVW. Äußerst negativ ist allen Beteiligten das Verhalten der Zuschauer des FC Türk Sport Bielefeld sowie des SC Hicret Bielefeld in Erinnerung geblieben. Zahlreiche FC-Zuschauer drangen in den Kabinentrakt ein und nach Faustschlägen wurden während der Zwischenrunde in der Sporthalle des Schulzentrums Senne Zuschauer durch "Fans" des SC Hicret verletzt.

Da es sich um schwebende Verfahren vor der Sportgerichtsbarkeit handelt, werden die Verantwortlichen des Fußballkreises erst nach Abschluss der anhängigen Sportstrafverfahren verkündigen können, wie es mit beiden Klubs weiter geht. "Jetzt voreilig drastische Maßnahmen zu fordern und umzusetzen entspricht keinem rechtstaatlichen Handeln", so Patrick Hartmann (Vorsitzender Kreis-Fußball-Ausschuss).

Unter Berücksichtigung der Geschehnisse stellt das Zuschauer-Verhalten für den Kreisvorsitzenden Markus Bauman ein grob unsportliches Verhalten dar. "Nach ständiger Rechtsprechung der Sportgerichte ist ein Verein für das Fehlverhalten seiner Anhänger verantwortlich (§ 5 Abs. 8 RuVO/WDFV; § 9 a RuVO/DFB). Für uns gilt eine Rechts- und Verfahrensordnung, die von allen Beteiligten einzuhalten ist. Eine täterorientierte Sanktionierung in Form einer hohen Geldstrafe entspricht nicht unserem Gerechtigkeitssinn und scheidet für uns als spielleitende Stelle aus. Da das stellenweise Chaos an der Spielfeldbande eine Bankrotterklärung für den Fußballsport darstellt, erhoffen wir uns von der neutralen Sportgerichtsbarkeit eine angemessene Sanktionierung. Unter Berücksichtigung der Satzung, Ordnungen und Teilnahmebestimmungen wird der Fußballkreis nach Abschluss der Verfahren darüber hinaus prüfen, welche weiteren Möglichkeiten angemessen sind, das Verhalten zu sanktionieren, damit die Spiele der Bielefelder Hallen-Fußball Stadtmeisterschaft wieder besuchenswert sind."