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Als ihm der Oberbürgermeister 2005 im Alten Rathaus das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ans Revers heftete, verband Eberhard David dies mit einem bekannten Zitat, das das Wirken Hartmut Wilkenings bestens beschrieb. »Alles Große in unserer Welt geschieht nur, weil jemand mehr tut, als er muss.«
Der damalige Kreisvorsitzende Horst-Dieter Knüppel, der 2003 im Namen des Kreisvorstandes das Bundesverdienstkreuz für seinen Stellvertreter Hartmut Otto Ferdinand Wilkening beantragt hatte, rechnete in der Feierstunde hoch: »57 Jahre Ehrenamt im Sport bedeuten bei vier Stunden Einsatz pro Tag 20 805 Tage oder 85 000 Stunden für den Fußball.« Als Anerkennung hatte Knüppel vier DIN A 4-Seiten hochgehalten, auf denen groß stand:
Danke
Hartmut!
Es war Freude und Spaß an der Jugendarbeit, die den Verstorbenen antrieb. »Ich bin ein Berufsjugendlicher«, wurde Wilkening mal zitiert.
Bis zu seinem 20. Lebensjahr hatte er für den VfB 03 die Handball- und Fußballstiefel als Torwart geschnürt und ebenso den Kasten des Polizei-Sportvereins gehütet. Beim VfB 03 begann auch Wilkenings Funktionärslaufbahn, zunächst als Schülerbetreuer, Jugendgeschäftsführer und Jugendobmann.
Im Kreis Bielefeld bekleidete er von 1956 bis 1963 das Amt des Kreisjugendwartes, bevor er 1973 zum Kreisjugendobmann gewählt wurde. »Fußball ist mein Hobby«, hatte Hartmut Wilkening immer beteuert. Da störte es ihn nur wenig, dass ihm bei der zusätzlichen Verbandstätigkeit als Mitglied im Jugendbeirat und als Staffelleiter der A- und B-Junioren-Bezirksliga (1978 bis zuletzt) kaum Freizeit blieb.
Wilkening war stets hilfreich zur Stelle, wenn Kollegen seine geballte Portion Erfahrung benötigten. Als er noch in Amt und Würden im Kreisjugendausschuss war, investierte er mehrere Stunden täglich für seinen geliebten Sport. Dass die Vereine mit seinem Engagement zufrieden waren, dokumentierte die Tatsache, dass Wilkening bis zu seinem Ausscheiden – 2003 wurde er zum KJA-Ehrenvorsitzenden ernannt – immer einstimmig wiedergewählt
wurde.
Für seine Vereins- und Verbandstätigkeit ist Hartmut Wilkening mit nahezu allen Ehrenzeichen des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen gewürdigt worden.
Die Stadt Bielefeld verlieh ihm 1980 die Sport-Ehrenplakette, und er war Träger der DFB-Ehrenarmbanduhr für besondere Verdienste ehrenamtlicher Mitarbeit. Seit 1991 war Hartmut Wilkening Pensionär. Als nicht freigestelltes Betriebsratsmitglied der Firmen Dürkopp Adler und Kochs Adler hatte er von 1958 an der IG Metall angehört, war 1983 in den Berufsbildungsausschuss der IG Metall Bielefeld berufen worden und dort zuständig für
die
Neuordnung der kaufmännischen Berufe.
Von 1992 bis Mai 2004 war Wilkening zudem Delegierter der Bielefelder IG Metall-Delegiertenversammlung. Als Schatzmeister des »Vereins zur Förderung der Berufsbildung Dr. Heinz Potthoff e.V.« (seit 1993) rundete der Multi-Funktionär seine außersportlichen ehrenamtlichen Aktivitäten ab.
Bielefelds Fußballer werden Hartmut Wilkening ein ehrendes Andenken bewahren.
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