WM 1986 |
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Chronik der Fußball-Weltmeisterschaften |
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Vize-Weltmeister trotz "Stein-Schlag" Gesucht wird ein Ersatzkeeper - topfit, keinen Deut schlechter als die Nummer eins, nett und vor allem: ohne Chance zu spielen. Name: Uli Stein, HSV. Weil die Deutschen aber schlecht spielen, gibt es intern Krach. Der dreht sich vor allem um Toni Schumacher, die Nummer eins im Kasten der DFB-Elf. Schumacher ist von seiner Topform weit entfernt. Die Folge: Die Münchener Fraktion um Kapitän Karl-Heinz Rummenigge greift die Kölner Clique um Vize-Kapitän Schumacher an - und mittendrin statt nur dabei: Stein, der seine Chance wittert. Allerdings reinigt ein Treffen zwischen Schumacher und Rummenigge alle Zwistigkeiten. Das ist Uli Stein zuviel. Er zieht gegen Beckenbauer vom Leder und beschimpft ihn als "Suppenkasper" und die Mannschaft als "Gurkentruppe". Die Konsequenz für den Querulanten: Beckenbauer schickt Stein sofort nach Haus. |
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| Maradona und die Hand
"Gottes" Die Deutschen schwimmen vor dem Endspiel auf einer Welle der Begeisterung. "Jetzt wollen wir auch den Cup", verkündet Lothar Matthäus voller Überzeugungskraft. Die ist auch vonnöten, denn der Münchener wird mit der wichtigsten Aufgabe seiner Karriere betraut: Er soll Diego Armando Maradona, den Superstar dieser Weltmeisterschaft, nicht nur stoppen, sondern nach Möglichkeit "entzaubern". Das gelingt fast vollständig. Dafür enttäuscht auf
deutscher Seite ein anderer - Keeper Schumacher. Ein ums andere Mal segelt er
im Strafraum am Leder vorbei. Die Argentinier führen beruhigend mit 2:0. Da
nutzt es auch nichts, dass Rummenigge und Völler binnen neun Minuten zum 2:2
ausgleichen. Die deutsche Mannschaft läuft nun ins offene Messer. Burruchaga
besiegelt nach einem Maradona-Traumpass sechs Minuten vor dem Ende das deutsche
Schicksal. |
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| DFB-Kicker in Europa die
Nummer eins
Dass
Deutschland zum zweiten Mal in Folge ein Finale verliert, ist bitter. Aber die
Mannschaft von Coach Franz Beckenbauer verkauft sich teuer: Zum zweiten Mal
hintereinander schaltet das DFB-Team Frankreich im Halbfinale aus, darf sich
inoffiziell zumindest Europas Nummer eins nennen. |
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