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Der FLVW-Kreis Bielefeld stellt sich vor

Auswirkungen der Corona-Krise auf den Fußball



Die Saison wird nicht mehr fortgesetzt - entgültige Entscheidung über die Wertung im Juni!

30.04.2020

Informationen vom 12.03.2020
In Zeiten des Corona-Virus ist nichts wie zuvor: Menschen sind verunsichert - im familiären, beruflichen und sportlichen Umfeld. Politik und Behörden wollen verhindern, dass der neuartige Virus sich ausbreitet. Organisationen stehen vor der gewaltigen Herausforderung, innerhalb kürzester Zeit neue Wege zu gehen - speziell auch in der Art und Weise, wie wir Sport treiben. Hier ist der FLVW gefordert.

Weil die Zahl der Infektionen, Tests und Verdachtsfälle in den letzten Tagen sprunghaft angestiegen ist, zieht der FLVW-Kreis Bielefeld jetzt drastische Konsequenzen. Nur so ist die Ausbreitung des Virus in Bielefeld zu verlangsamen, zu stoppen ist es nicht mehr. Um diese Herausforderung zu bewältigen, werden wir in Bielefeld auch sinnvolle Maßnahmen umsetzen müssen. Nach Beratungen des Fußball- und des Jugend-Ausschusses sagt der FLVW-Kreis Bielefeld ab sofort alle Pflicht- und Freundschaftsspiele auf Kreisebene der Junioren, Herren, Frauen und Altherren zunächst ab. Gleiches gilt auch für alle sportlichen Veranstaltungen der Leichtathletik. Diese Entscheidung gilt vorerst bis Ende April. Im Bereich der Talentförderung werden ebenfalls alle Trainingsmaßnahmen, Sitzungen, Besprechungen und Veranstaltungen ab sofort ausgesetzt. Auch für den Bereich der Schiedsrichter werden keine Fortbildungen, Weiterbildungen und Schulungen stattfinden. Wir werden die Situation weiter beobachten und Sie über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Wir empfehlen den Trainingsbetrieb vorerst einzustellen, jedoch sollte hierbei vor allem ein enger Austausch mit den Behörden stattfinden. Dabei gilt es stets, das Thema mit Bedacht und Besonnenheit anzugehen. "Je langsamer sich der Virus verbreitet, desto besser", sagt Kreisvorsitzender Markus Baumann. Wir halten daher auch unsere Sportlerinnen und Sportler an, alle Außer-Haus-Aktivitäten auf solche zu reduzieren, die sich nicht umgehen lassen. "Wo Menschen aufeinandertreffen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Infizierte darunter sind und somit zur Gefahr von anderen werden."

"Vielfach hält sich noch die Ansicht, dass der Corona-Virus hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft eingedämmt wird und vielleicht sogar ganz verschwindet. Das wird aber nicht der Fall sein. Wir bitten Sie daher, unsere Entscheidung zu akzeptieren.", erklärte Markus Baumann nach dem Austausch mit den Mitgliedern des Kreisvorstandes sowie der Kreis-Ausschüsse Fußball und Jugend. "Es ist wichtig, dass wir alle aktiv daran mitwirken, nicht nur uns und die engsten Angehörigen zu schützen, sondern auch Maßnahmen zu unterstützen, die Pandemie des Corona-Virus zu verlangsamen. Das ist unsere Verantwortung als Teil der Gesellschaft. Den Virus eindämmen, in dem wir unsere Sportlerinnen und Sportler schützen."

Aufgrund der aktuellen Entwicklung und der stetigen Ausweitung des Corona-Virus, in Verbindung mit der Entscheidung der Stadt Bielefeld, alle öffentlichen Veranstaltungen zu untersagen, sehen die Verantwortlilchen des Kreises keine Alternative zu ihrer Entscheidung.

In der Allgemeinverfügung der Stadt Bielefeld, die ab dem 15.03.2020 gilt, werden alle öffentlichen und kommerziellen Veranstaltungen untersagt. Das gilt sowohl für Events in geschlossenen Räumen, als auch unter freiem Himmel. Ausnahmen wird es nur sehr wenige geben. Eingeschlossen in diese Verfügung sind auch die Spiele der Amateurligen, wenn sie öffentlich sind. Sportveranstaltungen sind grundsätzlich verzichtbar.

Die Verantwortllichen des Kreises wissen um die Tragweite ihrer Entscheidung und bitten um Verständnis, das die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Beteiligten wichtiger ist, als den Spielbetrieb unbekümmert weiter laufen zu lassen. "Wir sehen uns hier in der Verantwortung vorausschauend zu handeln und gehen daher nach intensiven Gesprächen diesen Weg.", betont Patrick Hartmann, 'Fußball-Chef' des Kreises.

Spekulationen zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs sind nicht hilfreich. Der Kreis bittet daher von Nachfragen abzusehen. Grundsätzlich stehen hierfür die jeweiligen Ausschuss-Vorsitzenden zur Verfügung. Die Zielsetzung eines sportlichen Saisonabschlusses wird grundsätzlich verfolgt, kann aber nicht mehr garantiert werden.

Update 31.03.2020
Aufgrund der Erkenntnisse der letzten Tage ergeben sich weitere Sachverhalte, da die Satzungen, Durchführungsbestimmungen und Spielordnungen keine eindeutigen Regelungen vorsehen. Dies betrifft all die Fragen, die sich bei einer möglichen Verlängerung der Spielzeit über den 30.06.2020 hinaus ergeben. Es geht um Spielberechtigungsfragen, Fristenverlängerungen für Trainer/-innen und dem Umgang mit dem Beginn der Sommerferien. An Antworten auf diese Fragen arbeitet der FLVW zusammen mit dem DFB und dem DLV. Der DFB hat bereits angedeutet, allgemeinverbindliche Regelungen der DFB-Spielordnung auszusetzen, um den Landesverbänden (FLVW, FVM, FVN) flexible Lösungen zu ermöglichen, z. B. bei der Frage, wann und wie die Saison zu Ende gespielt werden kann.

Update 16.04.2020
Die Kontaktbeschränkungen wurden durch die Landesregierung verlängert. Dieser Vorgabe folgend hat der Fußballkreis die Kreisligaspiele sämtlicher Mannschaften bis einschließlich 17.05.2020 abgesetzt, jeglicher Spielbetrieb wird untersagt. Der FLVW möchte grundsätzlich im April eine endgültige Entscheidung über den weiteren Saisonverlauf treffen. Der Spielbetrieb ist also bis auf Weiteres aufgehoben, Vereine werden 14 Tage vor einer möglichen Wiederaufnahme informiert. Die Politik gibt hier die Rahmenbedingungen durch Sperrung der Sportanlagen und Verfügungen wie Versammlungsverbote vor.

Nach Änderungen der DFB-Spielordnung ist die nötige Flexibilität für westfälsiche Entscheidungen gegeben. Es laufen sowohl auf DFB-, als auch WDFV- und FLVW-Ebene zahlreiche Gespräche, die unterschiedliche Szenarien durchspielen. Ziel ist eine einheitliche westdeutsche Vorgehensweise. Der FLVW-Kreis Bielefeld kann und wird daher nicht für sich alleine eine Entscheidung über den Saisonabbruch oder die Fortführung treffen können. Hier wird es für alle Vereine und Spielklassen im gesamten Verbandsgebiet (FLVW, möglichst aber in ganz NRW) eine einheitliche Entscheidung geben. Dies betrifft im Fall eines Abbruchs vor allem die Wertung der Saison incl. die Ermittlung möglicher Aufsteiger. Eine Fortsetzung der Saison 2019/2020 ist eher unwahrscheinlich. Auch kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage zum Saisonstart 2020/2021 machen. Vor September finden sehr wahrscheinlich keine Fußballspiele mehr statt.

Die vom Kreis-Fußball-Ausschuss im Februar veröffentlichten Rahmenterminkalender 2020/2021 der Herren und Frauen müssen entsprechend angepasst werden. Der geplante Saisonstart (09.08.2020) wird sich definitiv um einige Wochen verschieben. Detailierte Neu-Planungen gibt es zurzeit noch nicht.

Update 21.04.2020
Die Vereine des FLVW plädieren mit einer großen Mehrheit für den Abbruch der Saison 2019/2020. Das hat eine Abfrage des Meinungsbildes (KLICK für Ergebnisse aller Kreise) ergeben. Es haben insgesamt mehr als 88 Prozent aller vom FLVW angeschriebenen Fußballvereine für eine sofortige Beendigung der Spielzeit gestimmt. Die Abfrage erfolgte vom 16. bis zum 21.04.2020. Die 1.596 per ePostfach angeschriebenen Vereine  wurden gebeten, ein Meinungsbild über die Fortführung der aktuellen Saison abzugeben.


Während nur 11,6 Prozent der teilnehmenden Clubs für eine mögliche Fortführung der Spielzeit - frühestens ab September - votierten, gaben über 88 Prozent an, die Saison abbrechen zu wollen (34 Prozent = Annullierung, 54 Prozent = Wertungsmodell).


Bis zum 29.04.2020 finden noch Telefon-/Webkonferenzen mit den Vereinen der überkreislich spielenden Herren-/Frauenmannschaften (Oberliga, Westfalen-, Landes- und Bezirksligen) statt. Im Rahmen der transparenten Kommunikation des Verbandes möchte das Präsidium so ein umfassendes Meinigungsbild all seiner Mitglieder einholen. Der FLVW ist weiterhin bemüht, bis Ende April eine Entscheidung möglicher Szenarien (u.a. Saisonwertung bei Abbruch) zu veröffentlichen, sofern dies in seiner Verantwortung steht.

Update 23.04.2020
Der FLVW wird einen anderen Weg einschlagen als der Bayerische Fußballverband, der die Saison ab dem 01.09.2020 weiterführen möchte. Eine bundesweit einheitliche Entscheidung scheint damit ausgeschlossen. Dies könnte auch für eine einheitlich westdeutsche Entscheidung gelten, da der Landesverband Mittelrhein (FVM) ebenfalls die Saisonfortsetzung ins Auge fasst. Eine Vereinsbefragung vom 27. bis zum 29.04.20 soll aber im FVM Klarheit bringen.

Vor diesem Hintergrund ergibt sich erneuter Gesprächsbedarf. So prüft der WDFV-Satzungsausschuss, wie mit der Spielordnung (SpO) des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) verfahren werden muss. Auch ein außerordentlicher WDFV-Verbandstag zur Legitimation eines einheitlichen Vorgehens in NRW wäre deshalb nicht möglich.

Der FLVW muss nach wie vor die Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen abwarten. Es gibt in den Statuten keine Abbruchszenarien. Sofern sich nicht alle Mitgliedsverbände des WDFV (Mittelrhein, Niederrhein, Westfalen) für einen einheitlichen Weg (bspw. Saisonabbruch = Wunsch der westfälischen Vereine) entscheiden, wird neben den SpO-Anpassungen (Öffnungsklausel) ein FLVW-Verbandestag erforderlich werden. Nur so kann rechtssicher festgelegt werden, wie die Wertung bei einem Abbruch der Saison erfolgen kann. Der FLVW-Satzung entsprechend, ist die Einberufung eines Verbandstages an Fristen gebunden, die nicht verkürzt werden können. Somit kann wohl erst im Juni eine endgültige Entscheidung zum Abbruch und zur Wertung fallen. Vorab sind die sowohl technischen als auch rechtlichen Voraussetzungen für eine digitale Durchführung des Verbandstages zu schaffen.

Gemäß dem Votum der FLVW-Vereine (88,4 Prozent beführworten einen Saisonabbruch) sprechen sich auch die Mitglieder der Ständigen Konferenz für einen Abbruch aus. Optionen der Spielwertung sind ein "Quotienten-Modell" aber auch die Heranziehung der Tabelle nach den Spielen der Hinrunde. So lautet das Votum der Mitglieder der Ständigen Konferenz auch, dass die Saison 2019/2020 Aufsteiger, aber keine Absteiger haben wird.

Anfang Mai wird der Verbands-Fußball-Ausschuss eine Empfehlung abgeben, die zeitnah sowohl im Präsidium, als auch von den Mitgliedern der Ständigen Konferenz diskutiert und abgestimmt wird. Diese Entscheidung bildet dann die Beschlussvorlage für den Verbandstag. Rechtsverbindlich entscheiden kann nur der außerordentliche Verbandstag des FLVW. Eine verkürzte Ladungsfrist ist der Satzung entsprechend hier leider nicht möglich.

Über die Fortführung der Kreispokal-Wettbewerbe (Herren, Herforder Pils-Cup und Frauen, UNI POKAL-Cup) entscheiden sehr wahrscheinlich die Fußball-Ausschüsse des FLVW im Rahmen ihrer Zuständigkeiten. Eine mögliche sportliche Fortsetzung (gespielt werden müssen in beiden Wettbewerben noch die Halbfinals und Endspiele) ist jedoch nicht vor September, also im Laufe der Saison 2020/2021 möglich. Die Pokalwettbewerbe 2020/2021 werden sich dadruch entsprechend verschieben.

Die Verantworlichen auf Ebene des Verbandes erarbeiten derzeit auch Modelle, wie mit dem Spielbetrieb der Jugend verfahren werden kann. Hier gelten ähnliche rechtliche Vorgaben wie beim Spielbetrieb der Herren/Frauen. Der  FLVW ist im Austausch mit den zuständigen Kreisvertretern. Analog zum Sportrecht bei den Herren/Frauen wird wohl ebenfalls ein außerordentlicher Jugendtag notwendig sein, um rechtssichere Entscheidungen zu treffen.

"Lieber heute als morgen würden wir den Vereinen eine klare Entscheidung päsentieren", betont Kreisvorsitzender Markus Baumann. "Ich würde gerne noch im April eine Lösung präsentieren, um allen Planungssicherheit zu geben. Das können wir aber aus rechtlichen Gründen nicht. Wir möchten daher weiterhin um Geduld bitten, bis endgültige Entscheidungen über eine Fortführung der Saison sowie die Wertung bei einem Abbruch veröffentlicht werden können."

Fakt ist: Der Kreis Bielefeld kann - aufgrund der rechtlichen Situation -  für sein Verantwortungsgebiet (Kreisliga-Fußball) nicht entscheiden, ob die Saison abgebrochen, fortgesetzt oder annulliert wird. Wenn die Bundeskanzlerin in ihren angekündigten Gesprächen mit den Ministerpräsidenten am 30.04. und am 07.05.2020 (Bund-Länder-Konferenz) weitere Regelungen beschließt, könnte der Fußballsport im Jahresverlauf noch weitere Einschränkungen erfahren. "Persönlich bin ich wenig optimistisch, dass wir in diesem Jahr  einen geregelten Spielbetrieb organisieren dürfen/können.", so Kreisvorsitzender Markus Baumann.

Update 27.04.2020
FLVW-Vizepräsident Jugend Holger Bellinghoff fasste nach einer Telefonkonferenz mit den Vorsitzender der Kreis-Jugend-Ausschüsse die Stimmungslage zusammen: "Bei sorgfältiger Abwägung aller Vor- und Nachteile ist dieser Weg alternativlos." "Wir werden das Votum der Vereine und Kreise aufnehmen und entsprechende Planungen sowie die Vorbereitung notwendiger Beschlüsse vorbereiten," nahm Harald Ollech, Vorsitzender des Verbands-Jugend-Ausschusses, den Arbeitsauftrag für die nächsten Tage und Wochen an. "Sofern im Westdeutschen Fußballverband (WDFV) keine einheitliche Vorgehensweise abgestimmt werden kann, werden ergänzend zu den Änderungen der Jugendspielordnung des WDFV notwendige Beschlüsse über einen außerordentlichen FLVW-Jugendtag zu fassen sein", so Ollech weiter.

Auch im Hinblick auf Abbruch mit Wertung oder Annullierung bestätigte sich das Ergebnis der Umfrage unter den Vereinen. In Kreisen mit Qualifikations- und Meisterrunden fehlt eine Grundlage für eine Wertung und die Ermittlung von möglichen Aufsteigern. "Genau diese Fälle müssen nunmehr im Austausch zwischen Verband, Kreisen und Vereinen kreativ gelöst werden", so Stefan Korweslühr als zuständiges Mitglied des Verbands-Jugend-Ausschusses für den Jugendspielbetrieb.

Für die Planung der Jugend 2020/2021 wird eine größtmögliche Flexibilität angedacht. Staffelplanung, Wettbewerbsformen und weitere erforderliche Regelungen sind abhängig von einem verbindlichen Starttermin für einen Spielbetrieb. Dieser ist weiterhin abhängig von behördlichen Anordnungen. "Wir haben eine absolute Ausnahmesituation, in der von uns Entscheidungen erwartet werden. Gemeinsam suchen wir nach einer gerechten Lösung, die möglichst viele Vereine mittragen können", so Bellinghoff.

Update 30.04.2020
Der Verbands-Fußball-Ausschuss (VFA) spricht sich für den Abbruch der Saison aus und wird am 05.05.2020 eine Empfehlung zur Saisonwertung an das Präsidium und die Ständige Konferenz abgeben. Diese sieht eine Wertung der Saison mit Aufsteigern und ohne Absteiger vor. Das hat die Beratung des Gremiums nach Abschluss der Videokonferenzen mit den Vereinen sowie das Ergebnis des extern beauftragten Rechtsgutachtens ergeben.

"Die zuständigen Rechts-Experten haben ganz klar formuliert, dass ein Saisonabbruch – auch bei höherer Gewalt wie der Corona-Pandemie - nicht zum Nachteil der Vereine gewertet werden soll", sagte FLVW-Vizepräsident Amateurfußball Manfred Schnieders. Eine komplette Annullierung der Saison 2019/2020 ist demzufolge keine Option mehr für den Verband. Der VFA wird deswegen eine Wertung der Spielzeit mit Aufsteigern vornehmen; die Saison 2019/2020 soll nicht mehr fortgesetzt werden. Wie eine Wertung final aussehen wird, steht aktuell noch nicht fest.

"Wir werden uns alle Ligen genau anschauen und natürlich versuchen, die Empfehlungsgrundlage so fair wie möglich für die potenziellen Aufstiegskandidaten zu gestalten. Aufgrund einiger besonderer Situationen in einzelnen Staffeln wird es leider Härtefälle und Vereine geben, denen wir nicht gerecht werden können", kündigte der VFA-Vorsitzende Reinhold Spohn an.

Fest steht hingegen bereits jetzt, dass der VFA für die kommende Saison die Bezirksliga-Staffeln von derzeit zwölf auf 14 erhöhen wird. Zudem soll es eine weitere Landesliga-Staffel geben (bislang vier). Damit will der Verband zu große Staffelgrößen und längere Fahrtwege für die Vereine vermeiden. Die endgültigen Staffelanzahlen und die dazugehörigen Einteilungen können jedoch erst dann bestimmt und vorgenommen werden, wenn der VFA das Datum für einen neuen Saisonstart kennt.

Einen zusätzlichen Aufstiegsplatz in die Bezirksliga sollen die Kreise erhalten, die über einen "halben Aufsteiger" verfügen. Bislang war es so, dass Relegationsspiele zwischen Mannschaften aus Kreisen mit halbem Aufstiegsrecht stattgefunden haben. Diese Relegationsspiele können nicht ausgetragen werden, so dass der halbe in einen direkten Aufstiegsplatz umgewandelt wird. Die bisher getroffenen Überlegungen betreffen ausdrücklich die Meisterschaftsspiele der Männer und Frauen von der Kreisliga bis zur Oberliga. Ähnlich soll auch im Frauenfußball verfahren werden: Statt der üblichen 18 wird es 23 Aufsteiger aus den Kreisen geben. So soll eine zusätzliche Bezirksliga-Staffel eingerichtet werden.

Der Verbands-Jugend-Ausschuss berät derzeit ebenfalls über die Wertung der Saison.

Bis zum 05.05.2020 muss die ausgearbeitete Empfehlung des VFA beim Präsidium vorliegen, das am gleichen Abend darüber beraten wird. Am 11.05.2020 tauschen sich die Mitglieder der Ständigen Konferenz - die sich aus den 29 Kreisvorsitzenden und den acht Präsidiumsmitgliedern zusammensetzt - über die Empfehlung aus. Anschließend wird diese auf einem Außerordentlichen Verbandstag zur finalen Abstimmung gestellt. Aufgrund von Fristeinhaltungen wird dieser im Juni stattfinden.

"Die Art und Weise des Austausches zwischen Verband und Vereinen in den vergangenen Tagen war durchweg positiv und von gegenseitigem Verständnis und Respekt geprägt", blickte FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski auf die vergangenen Telefonate und Videokonferenzen zurück. "Wir sind uns alle einig und plädieren für ein Saisonende, was dann spätestens auch im Juni formell und rechtskräftig beschlossen werden soll. Für die Wertung der Spielzeit - wie immer sie dann final aussehen wird - hoffe ich ebenfalls auf das Verständnis der Vereine - hierfür bedanke ich mich noch einmal ausdrücklich", so Walaschewski.

Auswirkungen für den Kreis Bielefeld: Aufgrund der (noch nicht rechtskräftig verabschiedeten) Aufstiegssituation kann dies bedeuten, dass die Mannschaften aus der Kreisliga A auf den Plätzen 1 und 2 der "Abschlusstabelle" in die Bezirksliga aufsteigen werden. Es werden keine Relegationsspiele gegen einen Vertreter aus dem FLVW-Kreis Paderborn, so wie vor der Saison geplant, durchgeführt. Aus der Kreisliga A wird es keine Absteiger zur Kreisliga B geben. Der Tabellenerste der Frauen-Kreisliga steigt in die Bezirksliga auf.

Unter Berücksichtigung, der in den Durchführungsbestimmungen des Kreises festgelegten Aufstiegsregelungen (und unter Berücksichtigung der vorgenannten VFA-Empfehlung), werden die jeweils beiden erstplatzierten Mannschaften der Kreisligen B in die Kreisliga A aufsteigen. Aus den Kreisligen C steigen ebenfalls die beiden Erstplatzierten der einzelnen Staffeln in die Kreisliga B auf.

In der Saison 2020/2021 (Saisonstart ist noch unklar) würden somit in der Kreisliga A 18 Mannschaften (1 Staffel), in den beiden Kreisligen B 35 Mannschaften (1 Staffel mit 18 Mannschaften und 1 Staffel mit 17 Mannschaften) spielen. Einzig der S.C. Hellas steht als Absteiger zur Kreisliga C fest, da dessen Rückzug vor der corona-bedingten Spielunterbrechung erfolgte. Die Anzahl der Teams in den (sehr wahrscheinlich) vier Staffeln der Kreisliga C ist abhängig von den Mannschaftsmeldungen der Vereine. Sofern Vereine grundsätzlich mit ihren Mannschaften auf einem Abstiegsplatz stehen, können sie auf Antrag in der neuen Saison in die nächst tiefere Spielklasse eingruppiert werden. Die Anzahl der möglichen Aufsteiger erhöht sich dadurch aber nicht.

Der VFA (und somit der Kreis Bielefeld für seine Kreisligen) hat noch nicht entschieden, in welchem Zeitraum in diesem Jahr die Mannschaften für die Saison 2020/2021 gemeldet werden können. Hierüber informieren wir noch gesondert. Eine seriöse Beantwortung der Frage, wann die Saison 2020/2021, ist derzeit natürlich nicht möglich.

"Wie letztendlich die endgültigen und rechtsverbindlichen Abschlusstabellen 2019/2020 der jeweiligen Kreisliga-Staffeln aussehen werden, können wir erst nach der Entscheidung des Außerordentlichen Verbandstages sagen", so Kreisvorsitzender Markus Baumann. Der Verbandstag ist das höchste gesetzgebende Organ des Verbandes. Er wird neben der finalen Entscheidung über einen Abbruch der Saison auch entscheiden müssen, ob die Spiele nach Abschluss der Hinrunde eine Abschlusstabelle bilden, ob ein Quotienten-Modell nach dem aktuellen
Tabellenstand (vor Saison-Unterbrechung), oder evtl. eine weitere Wertungsoption über die jeweiligen Platzierungen entscheiden wird. Ein Quotient sollte aber nur dann gebildet werden, wenn die Anzahl der ausgetragenen Spiele ungleich ist. Es soll sich aber nicht zu weit von der Aufstiegsregelung entfernt werden, die vor Beginn der aktuellen Saison festgelegt wurde.

Ebenfalls muss durch den Verbandstag noch die Entscheidung getroffen werden, ob westfalenweit die Tordifferenz bei Punktegleichheit von Mannschaften als Entscheidungsparameter gewählt wird. Dies kann, wie Markus Baumann erklärte, "eine sehr wahrscheinliche Option sein. In der aktuellen Spielordnung (§ 41 Abs. 3) existiert bereits eine solche Öffnungsklausel. Entscheidungsspiele kann es nicht geben und auch der direkte Vergleich scheidet aus. A, weil eine solche Wertung durch die Spielordnung ausgeschlossen ist und b, bei einem Unentschieden sorgt auch der direkte Vergleich nicht mehr für eine endgültige Entscheidung."


Bitte beachten Sie auch die aktuellen Informationen der FLVW-Verwaltung zum Thema Corona und die Auswirkungen auf den Spielbetrieb.

Für Presseanfragen wenden Sie sich bitte ausschließlich an die Stabsstelle Kommunikation. Als Ansprechpartnerin steht Ihnen Frau Ebbert - meike.ebbert(at)flvw.de, 02307-371264 - zur Verfügung.