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Fußball-Frauen - Deutschland ist Weltmeister!

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Deutschland stürmt ins Finale

Deutschland stürmt ins Finale

Der Titelverteidiger ist entthront, nun wollen sie sich bei der Weltmeisterschaft in den USA die Krone aufsetzen. Zwar reichte es dieses Mal nicht wieder zu einem Torfeuerwerk, wie es Russland über sich ergehen lassen musste. Doch immerhin schaffte die deutsche Nationalmannschaft der Frauen einen respektablen 3:0 (1:0)-Sieg - und das gegen die starken US-Amerikanerinnen. Nun steht das Frauen-Team zum zweiten Mal nach 1995 im Finale einer Weltmeisterschaft. In der Nacht zum Montag erzielte Kerstin Garefrekes per Kopf in der 15. Minute die Führung. Lange mussten die deutschen Spielerinnen zittern, denn Maren Meinert und Birgit Prinz stellten erst in der Nachspielzeit den 3:0-Erfolg sicher.

Jetzt gegen Schweden
Im Finale wartet nun Schweden, auf das die Deutschen am kommenden Sonntag (19.00 Uhr MESZ/ARD) in Carson treffen. "Die Mannschaft hat sehr diszipliniert gespielt. Ich bin stolz auf mein Team und glaube, dass wir im Finale gegen Schweden eine gute Chance haben", sagte Tina Theune-Meyer. Die Bundestrainerin hat allen Grund zu ihrer optimistischen Einstellung. Denn schon vor zwei Jahren gelang der deutschen Auswahl im EM-Endspiel ein Sieg über das nordeuropäische Team. Schweden schaffte den Einzug ins WM-Finale durch einen 2:1 (0:0)-Sieg über Gastgeber Kanada. Im "kleinen Finale" treffen am Samstag die USA und Kanada aufeinander.

Frühe Führung
In der Halbfinalpartie der Deutschen war nicht nur der Truppe von Tina Theune-Meyer der Respekt für den Gegner anzumerken. Auch die USA agierten zunächst vorsichtig und machten sich mit der deutschen Elf bekannt. Vor 27.500 Zuschauern im PGE-Park von Portland wirkte vor allem die deutsche Elf, die bislang beide WM-Spiele 1991 (Halbfinale) und 1999 (Viertelfinale) gegen das US-Team verloren hatte, nervös. Doch nach einer Viertelstunde brachte gleich die erste Chance die Führung für den Europameister. Nach einer Ecke von Renate Lingor ließ Garefrekes mit einem Kopfball unter die Latte US-Torhüterin Briana Scurry keine Chance. Für die Mittelfeldspielerin aus Rheine war es schon der vierte Turniertreffer.

Rottenberg rettet
Danach allerdings übten die USA bis zur Pause großen Druck auf das deutsche Tor aus. Doch die überragende Torhüterin Silke Rottenberg machte drei Großchancen von Kristine Lilly (26.), Mia Hamm (34.) und Abby Wambach (42.) zunichte. Auch in der 2. Spielhälfte sah sich die DFB-Elf in der kampfbetonten Partie fast wütenden Angriffen der US-Girls ausgesetzt, behielt aber kühlen Kopf und stand gut in der Defensive.

Nachspielzeit bringt den Erfolg
Zudem blieb Deutschland bei Kontern stets gefährlich. Birgit Prinz (53.) scheiterte mit einem Kopfball an der gut reagierenden Scurry. Der große Rückhalt des Europameisters aber war Torhüterin Rottenberg. Sie riskierte bei zahlreichen US-Chancen Kopf und Kragen und hielt letztlich den glücklichen Erfolg fest, eher Meinert und Prinz in der Nachspielzeit eiskalt zuschlugen.

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