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Die 20 deutschen WM-Heldinnen im Kurzporträt

Die 20 deutschen WM-Heldinnen im Kurzporträt

12. Oktober 2003
Carson/USA

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft der Frauen im Kurzporträt:

Silke Rottenberg (Tor/31Jahre/89Länderspiele/0Tore): Die Bundeswehrsoldatin ist die klare Nummer 1. Stark auf der Linie und beim Herauslaufen. Überragend beim 3:0 im Halbfinale gegen die USA, sicherer Rückhalt im Finale gegen Schweden..

Nadine Angerer (Tor/24/27/0): Loyale Ersatz-Torhüterin. Dennoch sehr ehrgeizig. «Solange wir gewinnen, ist es okay.» Humorvoller Typ.

Kerstin Stegemann (Abwehr/26/107/3): Bundeswehrsoldatin und Pferde-Liebhaberin. Reitet Turniere. Stammspielerin, machte bislang alle WM-Spiele über 90 Minuten. Athletisch, verlässlich, fleißig.

Linda Bresonik (Abwehr/19/20/2): Mit 19 das «Küken» im Team. Die Auszubildende zog sich im zweiten Spiel gegen Japan eine Oberschenkelverletzung zu und reiste auf eigenen Wunsch vorzeitig ab.

Nia Künzer (Abwehr/23/31/1): In Botswana geboren. Sozial sehr engagiert. Jederzeit eine Alternative in der Abwehr. Bei der WM mehrfach eingewechselt. Athletisch und kopfballstark. Wurde im Finale eingewechselt und erzielte in der 98. Minute des Finales das 'Golden Goal'.

Sonja Fuss (Abwehr/24/20/0): Stellte Architektur-Studium für ihre WM-Vorbereitung zurück. Alternative auf der linken Seite. Kam gegen Argentinien für die verletzte Steffi Jones 28 Minuten zum Einsatz.

Sandra Minnert (Abwehr/30/103/11): Fußball-Profi und Freistoß- Spezialistin. Gewann 2003 mit Washington den US-Titel. Torgefährliche Innenverteidigerin.

Ariane Hingst (Abwehr/24/85/8): Die gelernte Bankkauffrau ist der Kopf der Abwehr. Dirigiert und organisiert. Unkomplizierter und lustiger Typ mit «Berliner Schnauze». Sagt immer, was sie denkt.

Stefanie Gottschlich (Abwehr/25/39/3): Neben Kerstin Garefrekes die «Entdeckung» der WM. Erkämpfte sich Stammplatz auf der linken Seite. Defensiv wie offensiv einsetzbar. Gelernte Bürokauffrau.

Steffi Jones (Mittelfeld/30/78/5): Pechvogel der WM. Erlitt nach Comeback im dritten WM-Spiel Kreuzbandriss und wurde in Deutschland schon operiert. Fröhlicher, positiver Mensch. Fiebert daheim mit.

Renate Lingor (Mittelfeld/28/84/15): Wurde Samstag 28. Freistoß- und Eckenspezialistin. Spitzname «Itschi». Gute Technikerin. Immer in der Anfangsformation. Wichtig für Spielaufbau, schlägt gute Pässe.

Pia Wunderlich (Mittelfeld/28/82/19): Hatte Verletzungsprobleme vor der WM und brauchte Anlaufzeit. Kämpfte sich zurück ins Team. Wurde im Viertelfinale eingewechselt und schoss gleich ein Tor.

Sandra Smisek (Mittelfeld/26/83/19): Wollte immer nur mit Jungs Fußball spielen. Sehr temperamentvoll, schlitzohrig. Arbeitete sich nach Knieproblemen ran. Aber bei der WM meist nur Ersatz.

Bettina Wiegmann (Mittelfeld/32/154/51): Spielführerin und Rekord- Nationalspielerin. Lenkt das Spiel mit Übersicht und perfekter Technik, zudem torgefährlich. «Sie ist der Kopf der Mannschaft», sagt Tina Theune-Meyer. Beendet nach dem WM-Finale ihre Karriere.

Viola Odebrecht (Mittelfeld/20/11/0): Die Unerfahrenste. 2002 mit der «U19» Europameisterin. Studentin, sehr intelligent, machte im Vorjahr hervorragendes Abi. Sehr zielstrebig, großes Talent.

Kerstin Garefrekes (Mittelfeld/24/25/8): Der «Shooting-Star». Sehr torgefährlich. Übt durch ihre Schnelligkeit viel Druck über die rechte Seite aus. Fleißig, aber auch zurückhaltend.

Birgit Prinz (Angriff/25/110/61): Physiotherapeutin. Beste Stürmerin der Welt. WM-Torschützenkönigin. Kraftvoll, entschlossen, ehrgeizig, immer selbstkritisch. Erst 25, aber schon sehr erfahren.

Martina Müller (Angriff/23/35/19): Bundeswehrsoldatin. Quirlig und effektiv. Immer eine Alternative. Kam gegen Argentinien und traf sofort. Erzielte auch das 1:0 gegen Russland.

Maren Meinert (Angriff/30/92/32): «Brasilianerin» im Team. Perfekte Technik und Übersicht. Zudem torgefährlich. Ihr Comeback war ein Glücksfall. Sie ist in der Form ihres Lebens. Nach der WM macht sie Schluss und arbeitet als Diplom-Sportlehrerin.

Conny Pohlers (Angriff/24/14/9): Bundeswehrsoldatin. Spielte zuletzt bei Atlanta Beat. Sehr effektiv und äußerst torgefährlich. Hatte bisher immer Top-Stürmerinnen vor sich. Ihre Zeit kommt noch.

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