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Birgit Prinz 

FSV Frankfurt (GER)

Persönliches Profil Fragen und Antworten


Birgit Prinz lebt mit Höhen und Tiefen
Birgit Prinz ist in Deutschland aufgewachsen und war schon als Kind sehr aktiv.

"Im Winter haben wir Basketball, Volleyball und Handball gespielt", sagt sie. "Und dann habe ich noch Trampolinspringen gemacht, obwohl das meines Wissens in den USA nicht als Sportart zählt. Meine Schwester und ich haben gemeinsam viel Sport getrieben. Meine Eltern gaben uns die Möglichkeit, alles auszuprobieren, was wir wollten. Ich habe wohl fast jede Sportart ausprobiert."

Birgit Prinz' Vater hatte jedoch eine Schwäche für Fußball, und er entdeckte, dass er in seiner Tochter eine begeisterte Spielpartnerin hatte. Bald konnte sie nicht mehr genug davon bekommen.

"Ich habe jeden Samstag mit meinem Vater vor dem Fernseher gesessen und Fußball geschaut", sagt sie. "Frankfurt hatte eine Bundesligamannschaft, deren Spiele wir uns immer ansahen. Ich war eigentlich nie ein besonderer Fan eines Spielers oder einer Mannschaft. Ich habe mir einfach gern Spiele angesehen."

Bereits frühzeitig war für Birgit Prinz jedoch klar, dass sie lieber selbst spielte als zuzuschauen. Jede freie Minute verbrachte sie damit, Fußball zu spielen oder jemanden zu suchen, der mit ihr spielen wollte. Sie fuhr mit dem Fahrrad herum, auf der Suche nach anderen Kindern, mit denen gebolzt werden konnte.

"Es kommt mir so vor, als hätten wir immer gespielt", sagt sie.

Aus Erfolgen lernen
Im Jahre 2002 hat Prinz alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Mit ihrem deutschen Bundesligaverein, dem FFC Frankfurt, gewann sie die deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal und den erste UEFA-Cup der Frauen überhaupt. Dann ging sie in die Vereinigten Staaten, wo sie mit Carolina Courage den Meistertitel der WUSA holte.

Zu diesem Zeitpunkt hatte sie jedoch bereits gelernt, Erfolge nicht zu wichtig und Niederlagen nicht zu schwer zu nehmen.

"Ich erinnere mich noch daran, dass ich zu Beginn meiner Fußballkarriere in Deutschland sehr erfolgreich war", erklärt sie. "Darauf folgte ein Jahr, in dem einfach alles schief ging. Das war wirklich hart, weil es in der Presse natürlich hieß, ich sei keine gute Spielerin, und ich nahm das persönlich."

Das war eine wichtige Lektion, die es ihr ermöglicht hat, sich zu einer beständigen Spielerin zu entwickeln.

"Wenn man in seiner Sportart oben mitspielen will, muss man damit umgehen können, dass es gute und schlechte Zeiten gibt. Das ist etwas, was man nie wirklich gut lernt, aber zumindest lernt man, damit umzugehen.

"Die Sache ist die, dass ich es selbst natürlich merke, wenn ich nicht gut spiele", fährt sie fort. "Wenn ich weiß, ich habe nicht gut gespielt und ich lese es anschließend in der Presse, dann berührt mich das nicht."

Die Weltbühne
Als Birgit Prinz 13 Jahre alt war, war es zu einem festen Ritual geworden, dass sie sich gemeinsam mit Ihrem Vater Fußballspiele im Fernsehen ansah. Aber 1991 gab es dann etwas Neues zu sehen.

"Ich habe die Frauenfussball-Weltmeisterschaft 1991 im Fernsehen verfolgt, und ich kann mich noch daran erinnern, wie ich immer von der Schule nach Hause kam und vor Vorfreude schon ganz aufgeregt war", erinnert sich Prinz.

Ihr war zu diesem Zeitpunkt zwar klar, das Deutschland eine Frauen-Nationalmannschaft hatte, aber ein Ereignis vom Ausmaß der FIFA-Frauenfussball-Weltmeisterschaft im Fernsehen zu verfolgen, erweckte in ihr den Wunsch, dieses Niveau eines Tages selbst zu erreichen.

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