Der DFB möchte gemeinsam mit seinen Regional- und Landesverbänden beispielhaftes
faires Verhalten auszeichnen. Deshalb haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB)
sowie seine Regional- und Landesverbände unter dem Motto "Fair ist mehr"
eine Fair-play-Aktion ins Leben gerufen.
Aktion "Fair ist mehr"
Dem Fair-Play im Fußball soll so wieder mehr
Gewicht verliehen werden. Die beteiligten Verbände benötigen dazu die Mithilfe
aller Fußballinteressierten. Sie fordern deshalb auf, mit dem Aktions-Formular
beispielhaft faires Verhalten von Spielern, Trainern, Betreuern und sonstigen
Vereinsmitarbeitern zu melden.
Tolle Preise zu gewinnen - Mitmachen lohnt
sich!
Fair play soll Anerkennung auslösen, nicht Unverständnis! Alle
Freunde des Fußballs sind deshalb aufgefordert, beispielhaft faires Verhalten an
den DFB oder einen der Regional- oder Landesverbände zu melden. Spieler,
Trainer, Betreuer, Zuschauer - wer auch immer sich beispielhaft verhalten hat,
kann auf attraktive Preise hoffen. Als Hauptgewinn winkt für die Bundessieger, die der DFB aus allen Einsendungen
auswählt, eine Einladung zu einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft
mit interessanten Rahmenprogramm. Übrigens: Jeder, der faires Verhalten meldet,
wird ebenfalls mit einem Preis belohnt.
Fairness ist ein unverzichtbarer
Bestandteil des Sports im allgemeinen und damit auch des Fußballs. Vereine
besitzen soziale Kompetenz, gerade das Mannschaftsspiel Fußball prägt die
Entwicklung junger Menschen. Daraus erwächst die Verantwortung, die ethischen
Werte des Spiels nicht kurzfristigem Erfolg zu opfern. Diese ethische Seite des
Fußballs wollen der DFB sowie die Regional- und Landesverbände stärken. Durch
die Initiative soll erreicht werden, dass faires Verhalten nicht als
erfolgshemmendes Element des Spiels bewertet, sondern positiv gesehen wird.
Deshalb melden Sie faires Verhalten.
Beispiele für Fair play
Ein kompletter Katalog für
Fair play kann und soll nicht vorgegeben werden, um das Spektrum möglicher
Meldungen nicht einzuschränken. Im folgenden sind lediglich ein paar Beispiele
für vorbildliches Verhalten im Rahmen der Aktion "Fair ist mehr" aufgezählt.
Ein Spieler, Trainer oder Betreuer korrigiert eine
Schiedsrichter-Entscheidung zu Ungunsten seiner Mannschaft.
Ein Spieler, Trainer oder Betreuer fordert in bemerkenswerter Weise einen
Akteur oder mehrere Akteure der eigenen Mannschaft zu fairem Verhalten auf.
Ein gefoulter Spieler beruhigt aufkommende Emotionen durch eine
demonstrative Geste gegenüber dem Spieler, der ihn gefoult hat.
Ein Spieler, Trainer oder Vereinsvertreter bemüht sich in einer kritischen
Situation, die Zuschauer zu fairem Verhalten zu veranlassen.
Wie erfolgt eine Meldung?
Füllen Sie einfach den Meldebogen
vollständig aus. Die Meldung über vorbildliches Fair-play-Verhalten können Sie
aber auch bei Ihrem Regional- oder Landesverband abgeben. Jeder Schiedsrichter
erhält über die Spielansetzung einen Meldebogen, auf dem faire Aktionen und
Situationen vermerkt werden können. Quelle:
DFB
Der Fußballkreis Bielefeld bittet alle Schiedsrichter, aber auch alle Spieler,
Trainer, Betreuer Funktionäre und Zuschauer, auf positives Verhalten auf unseren
kreislichen Sportplätzen und in den Sporthallen zu achten und gegebenenfalls uns
Fairplayaktionen zu melden.
Eine kurze
telefonische Mitteilung an die Kreisgeschäftsstelle, Tel.: 0521 - 329 72 76 reicht aus.
Die weitere Abwicklung der Fairply-Meldung wir dann von uns übernommen.
Fairplay-Meldungen werden auch für den Jugend-
Mädchen- und Frauen-Bereich entgegen genommen.
"Fair ist mehr": Bundessieger 2005/2006 stehen fest
Zum insgesamt zehnten Mal hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im
Vorfeld des Länderspiels gegen Georgien in Rostock die Sieger des
Wettbewerbs "Fair ist mehr" geehrt. Über 430 besonders sportliche
Aktionen hatten die Landesverbände dem DFB gemeldet. Aus diesen
Einsendungen ermittelte die AG Fairplay des DFB unter dem Vorsitz des
Mainzer Sportwissenschaftlers Norbert Müller die sechs Bundessieger.
"Ich hoffe, dass diese Preisträger ihre Vorbildfunktion auch auf andere
Vereine übertragen", sagte DFB-Vizepräsident Dr. Hans-Georg Moldenhauer
in Rostock: "Für besonders wichtig halte ich es, dass die Preisträger
von sich aus reagiert haben. Unsere Aufgabe als Deutscher Fußball-Bund
isr Prävention, und da beziehen wir klar Stellung."
Hier folgt die Schilderung der Aktionen der Preisträger im Einzelnen:
Spiel verloren, Fair Play gewonnen
Bundessieger: Robin Hofstetter (FSV Schwaigern, Grundschule Schwaigern)
Fußballturnier beim Tag
der Grundschulen. Kurz vor Ende des Spiels Grundschule Schwaigern gegen
die Grundschule Ittlingen schießt ein Ittlinger Spieler beim Stand von
0:0 auf das Tor von Schwaigern. Der Torwart Robin Hofstetter kann den
Ball festhalten. Der Schiedsrichter will weiterspielen lassen, doch da
kommt Robin Hofstetter auf ihn zu und meldet ihm, dass er den Schuss
des gegnerischen Stürmers erst hinter der Linie festhalten konnte. Von
seiner Position aus hatte der Schiedsrichter dieses nicht bemerkt.
Jetzt entscheidet er nachträglich auf Tor. Durch diesen Treffer
verliert die GS Schwaigern zwar das Spiel mit 0:1, doch diese Szene
zeigt, dass es im Fußball auch bei so jungen Spielern den Gedanken des
Fair Play gibt und diese Idee wieder einmal gewonnen hat.
Verzicht auf Torerfolg
Bundessieger: Klaus Buschermöhle (TuS Neuenkirchen)
Landesverband: Niedersachsen
Spielklasse: B-Junioren, Kreisliga, TuS Neuenkirchen - SG Holdorf-Langenberg
Datum: 13.10.2005
Mitte der ersten Halbzeit des Meisterschaftsspiels TuS Neuenkirchen - SG Holdorf/Langenberg erzielt ein Neuenkirchener
Spieler den Ausgleich zum 1:1. Die Neuenkirchener Mannschaft feiert das erzielte Tor ausgelassen,
weil die Mannschaft noch sehr gute Aussichten auf die Herbstmeisterschaft hat.
Der Schiedsrichter zeigt zum Mittelpunkt. In diesem Moment greift der Trainer der Neuenkirchener B-Jugend,
Klaus Buschermöhle, ins Geschehen ein. Er weist den Schiedsrichter auf ein absichtliches Handspiel des Torschützen hin.
Daraufhin nimmt der Schiedsrichter seine Entscheidung zurück.
So bleibt es beim Spielstand von 0:1 in den restlichen zehn Spielminuten der ersten Halbzeit.
Ein fairer Sportsmann
Bundessieger: Adam Richter (SG Sorga/Kathus)
Landesverband: Hessen
Spielklasse: Kreisliga, SG Sorga/Kathus - TV Braach
Datum: 30.10.2005
Spitzenspiel der
Kreisliga B, Erster gegen Dritter, Spielstand 0:0.
In der 80. Minute spielt, nach Meinung des Schiedsrichters, ein
Braacher Spieler den Ball auf der Torlinie mit der Hand und verhindert
anscheinend ein klares Tor.
In der Überzeugung, dass es sich um einen Braacher Spieler handelte,
zeigt der Schiedsrichter dem betreffenden Spieler die Rote Karte wegen
Torverhinderung mit der Hand und entschied auf Strafstoß für
Sorga/Kathus.
Doch der Sorgaer Spieler Adam Richter kommt auf den Schiedsrichter zu
und teilt ihm mit, dass er den Ball mit der Hand gespielt hat und nicht
der Gästespieler. Der Schiedsrichter nimmt seine Entscheidung zurück
(kein Feldverweis, kein Strafstoß) und entscheidet auf Freistoß wegen
Handspieles durch den Sorgaer Spieler Adam Richter für den TV Braach.
Somit erhält die SG Sorga/Kathus keine Gelegenheit das Spiel durch
einen Strafstoß oder Überzahl zu gewinnen. Das Spiel endet schließlich
mit 0:0
Rücksicht auf die verletzte Gegenspielerin
Bundessieger: Miriam Bollmann (TuS Tengern)
Landesverband: Westfalen
Spielklasse: Kreisliga, TuS Gehlenbeck - TuS Tengern, B-Juniorinnen
Datum: 06.05.2006
Meisterschaftsspiel in der Kreisliga. Es sind 20 Minuten gespielt, es steht 1:0.
Die Spielerin Miriam Bollmann läuft mit Ball auf das Tor des Gegners zu und hat nur noch die gegnerische Torhüterin vor sich.
Die Torhüterin rutscht aus, knickt um und bleibt mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen.
Miriam Bollmann ist ca. fünf Meter von ihr entfernt, keine Gegenspielerin weit und breit in Sicht
und somit für sie die Chance den Ball ins leere Tor zu schieben, ein klares Tor also.
Doch Miriam Bollmann bremst ab und spielt den Ball ins Seitenaus und kümmert sich um die am Boden liegende Torhüterin.
Beim der Oberligapartie
SV Falkensee/Finkenkrug - FC Anker Wismar fiel der besonnene Trainer
des FC Anker Wismar durch sein vorbildhaftes faires Verhalten auf.
Während des gesamten Spiels sorgte er zu jedem Zeitpunkt für Ruhe und
Ordnung auf der Bank, stimmte diese mehrfach per Gestik mit dem
Schiedsrichter-Assistenten ab. In der Halbzeitpause kam er sofort zum
Schiedsrichtergespann und lobte die Leistung ausdrücklich. Nach
Spielende geschah dies erneut, obwohl zwei strittige Strafraumszenen
jeweils zu Ungunsten seiner Mannschaft ausgelegt wurden. Die in diesen
Situationen leicht aufgebrachten Spieler seiner Mannschaft schickte er
nach dem Schlusspfiff sofort zum Schiedsrichtergespann, um sich zu
entschuldigen. Das Spiel endete im übrigen 2:2.
Durch sein gesamtes Verhalten sorgte der Trainer Enver Alisic zu jedem
Zeitpunkt für eine ruhige, sachliche Atmosphäre und für einen Umgang
zwischen beiden Mannschaften und dem Schiedsrichterteam, der von
Respekt und dem Gedanken des Fair Play geprägt war. Mit seinem
Verhalten wurde er nicht nur seiner Vorbildfunktion für die Mannschaft
und dem Verein gerecht sondern kann auch als Vorbild für alle am
Fußballsport Beteiligten gesehen werden.
Gelungener Einstand eines Jungschiedsrichters
Bundessieger: Dr. Peter Hirschberger (DJK BFC Nürnberg)
Bei dem Spiel DJK BFC
Nürnberg - SpVgg Mögeldorf 2000 war ein Jungschiedsrichter zu seinem
ersten Verbandsspiel eingeteilt. Das Spiel verlief ziemlich hitzig und
bescherte dem jungen Schiedsrichter eine wahre Feuertaufe.
Nach dem Spiel rief der Trainer der Heimmannschaft, Dr. Peter
Hirschberger, die das Spiel mit 1:3 verloren hatten, seine Mannschaft
sowie die des Gegners zu sich, nahm den Jungschiedsrichter mit hinzu
und fand sinngemäß folgende Worte:
"Jungs, eines muss man an dieser Stelle mal festhalten. Der junge
Sportkamerad hier hat heute sein erstes Fußballspiel geleitet.
Sicherlich kann man über die eine oder andere Entscheidung streiten.
Aber man muss einfach mal den Mut bewundern, den der junge Kamerad
aufgebracht hat und sich dem schweren Amt des Schiedsrichters gestellt
hat. Hätten wir solche Leute nicht, dann gäbe es nämlich auch keine
Fußballspiele mehr. Ohne Schiedsrichter geht's halt einfach nicht. Ich
finde das ist einen Applaus wert."
Siehe da: die Spieler klatschten Beifall und jeder klatschte danach
auch mit der Hand beim Schiedsrichter ab, viele auch den Worten "gute
Leistung" oder Ähnliches...
Diese Aktion des Trainers Dr. Peter Hirschberger hat gezeigt, wie echte
Jugendarbeit aussehen sollte und einem Jungschiedsrichter einen
gelungenen Einstand in seine (hoffentlich lange) Karriere geschaffen.
Auch 2003 zeichnet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wieder
Fußballspieler und Funktionsträger aus, die während der vergangenen Saison durch
außergewöhnlich faires Verhalten aufgefallen sind. Im Rahmen der DFB-Aktion
"Fair ist mehr", die in Zusammenarbeit mit den Regional- und Landesverbänden
durchgeführt wird, wurden nunmehr aus insgesamt 365 Einsendungen die fünf Sieger
ausgewählt. Die Bundessieger werden in Hamburg im Rahmen des
EM-Qualifikationsspiels der deutschen Nationalmannschaft am 11. Oktober 2003 (17
Uhr) gegen Island ausgezeichnet. Zwei Spieler, ein Betreuer, ein
Vereinsvorsitzender und eine Trainerin werden bei der Partie Ehrengäste des DFB
im Hamburger Stadion sein.
Hier folgt die Schilderung der Aktionen
der Preisträger im Einzelnen:
Verzicht auf Torerfolg
Bundessieger: Dominik
Stahl (TSV Tauberbischofsheim) Verband: Badischer
Fußball-Verband Spielklasse: Hallenturnier der
C-Junioren Datum: 04.01.2003 Endspiel des Hallenturniers
mit Ringsumbande in Niederstetten. Ein Spieler des VfR Heilbronn liegt verletzt
am eigenen Strafraum. Der Torwart möchte den Ball über die Bande ins Seitenaus
spielen und verlässt dazu sein Tor. Der Ball prallt jedoch von der
Bandenoberseite zurück in die Spielfeldmitte, wo Dominik Stahl völlig
alleinstehend den Ball unter Kontrolle bringt. Weit und breit ist kein
Gegenspieler, der ihn davon abhalten könnte den Ball ins leere Tor zu schieben
(circa fünf Meter bis zum Tor). Es wäre etwa zwei Minuten vor dem Ende der
Ausgleich gewesen. Dominik Stahl aber dribbelt mit dem Ball zwei bis drei Meter
neben das Tor und lupft ihn dem Trainer der Heilbronner in die Arme. Erst nach
dieser Aktion unterbricht der Schiedsrichter das Spiel. Der TSV
Tauberbischofsheim verliert das Endspiel am Ende mit 2:3, und das entscheidende
Tor für den VfR Heilbronn schoss der kurze Zeit vorher verletzte Spieler.
Rücksicht auf den verletzten
Gegenspieler
Bundessieger: Wilhelm Holub (Spvgg
Hirschlanden) Verband: Württembergischer
Fußball-Verband Spielklasse: TSV Heimsheim II - Spvgg Hirschlanden II,
Kreisliga C Senioren Datum: 20.10.2002 In der 85.
Spielminute laufen ein Angreifer von Hirschlanden mit Ball und ein Verteidiger
von Heimsheim auf den Torhüter von Heimsheim zu. Der Torwart kann den Ball
abwehren, doch alle drei Spieler bleiben am Boden liegen und der Torhüter hat
sich bei dieser Aktion verletzt. Der Ball springt zur Seite und kommt zum
Hirschlander Stürmer Wilhelm Holub. Dieser schiebt den Ball nicht in das leere
Tor, sondern spielt ihn ins Seitenaus, damit der verletzte Torwart behandelt
werden kann. Zu diesem Zeitpunkt steht es 5:4 für Heimsheim. Es wäre kurz vor
Schluss der Partie der Ausgleich gewesen.
Klasse nicht gehalten, aber Fairplay
gesichert
Bundessieger: Ullrich Kallasch (FSV "Glückauf"
Brieske-Senftenberg) Verband: Fußball-Landesverband
Brandenburg Spielklasse: FSV "Glückauf" Senftenberg - MSV Hanse
Frankfurt, Verbandsliga Männer Datum: 10.05.2003 Beim
Verbandsligaspiel zwischen dem FSV "Glückauf" Brieske-Senftenberg - MSV Hanse
Frankfurt war drei Spieltage vor Saisonschluss klar, dass nur ein Sieg den
Gastgebern die Chance auf den Klassenverbleib erhalten würde. Entsprechend
konzentriert war die Vorbereitung auf diese Begegnung. Doch wenige Minuten vor
dem Anstoß ist die gegnerische Mannschaft nicht vollzählig, da mehrere Spieler -
darunter auch der Torwart - noch im Stau stehen. Doch es wäre möglich, das Spiel
zu beginnen, da mindestens sieben Spieler der Gäste anwesend sind. Auf Befragen
der Briesker, ob diese dennoch das Eintreffen weiterer Gästespieler abwarten
würden, bejaht dies der Briesker Betreuer Ullrich Kallasch in fairer Weise.
Welchen Vorteil hätte die Briesker Mannschaft in Überzahl gehabt. So aber wartet
man noch und das Spiel beginnt verspätet - und mit zwei vollzähligen
Vertretungen. Am Ende gelingt den Frankfurtern mit einem 2:1-Auswärtssieg der
vorzeitige Klassenverbleib, während die Briesker diesen verspielen.
Kein Sieg am grünen Tisch
Bundessieger:
Jürgen Becker (SG Rosbach/Verscheid) Verband:
Fußball-Verband Rheinland Spielklasse: SG Roßbach/Verscheid -
Eintracht Trier II, Halbfinale Rheinlandpokal Datum:
10.05.2003 Im Halbfinale des Rheinlandpokal setzten sich die
Amateure von Eintracht Trier gegen die SG Roßbach/Verscheid in der Verlängerung
durch ein Tor des Lizenzspielers Tobias Lorig mit 3:2 durch. Anschließend gibt
es Proteste wegen des Einsatzes des Lizenzspielers aus dem Trierer
Zweitbundesliga-Teams. Vorausgegangen war eine missverständliche Aussage seitens
des Fußballverbandes Rheinland, wonach die Trierer diesen Akteur hätten
einsetzen dürfen. Nach einem erneuten Dialog zwischen Fußballverband und dem DFB
stellte sich allerdings heraus, dass Lorig nicht hätte spielen dürfen.
Jürgen Becker, Vorsitzender von Roßbach/Verscheid, übergibt den Einspruch
gegen die Spielwertung mit einer klaren Aussage: "Wir wollen keine Wertung am
grünen Tisch, sondern beantragen ein Wiederholungsspiel". Die
Verbandsspruchkammer setzt das Spiel auch neu an, die Partie wird dann von
Eintracht Trier (A) mit 4:0 gewonnen. Das Verhalten der SG Roßbach/Verscheid ist
außergewöhnlich. Vorsitzender Jürgen Becker hat nicht nur den Unmut seiner Fans
im eigenen Verein hingenommen. Er hat von sich aus beantragt, einen sportlichen
Weg zu verfolgen, obgleich er auch eine Spielwertung durch die
Verbandsspruchkammer hätte erhalten können. Dies ist besonders hervorzuheben, da
nicht selten eine Protestwut ohne Vergleichsbereitschaft an den Tag gelegt wird,
um Eigeninteresse Geltung zu verschaffen - und zwar in vergleichsweise
unbedeutenderen Angelegenheiten. Vorliegend ging es letztlich um die weitere
Teilnahme an einem Landespokal-Wettbewerb, in dem der siegreiche
Verbandsvertreter an der DFB-Pokal-Hauptrunde teilnimmt und damit - bei
entsprechendem Losglück - als Gegner eine attraktive Lizenzmannschaft zugelost
bekommt. Im übrigen: Der Gegner in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde wäre Bundesligist
Borussia Dortmund gewesen.
Spiel verloren, doch Fußball und Fairness haben
gewonnen
Bundessieger: Birgit Sarge (VfB
Peine) Verband: Niedersächsischer
Fußball-Verband Spielklasse: VfB Peine - VfL Bienrode, D-Juniorinnen,
Kreisliga Datum: 22.09.2002 Zu dem Spiel VfB Peine - VfL
Bienrode tritt die Gästemannschaft, wieso oft in dieser Anfangssaison, in
Unterzahl an. Dessen ungeachtet, dass die Trainerin vom VfB Peine, Birgit Sarge,
ausreichend Spielerinnen zur Verfügung hätte, lässt sie ihr Team ebenfalls in
Unterzahl auflaufen. Obwohl ihre Mannschaft am Ende mit 8:10 verliert, ändert
sie nichts an ihrer sportlichen fairen Entscheidung. Da die Juniorinnen des VfL
Bienrode von anderen Mannschaften, bei denen sie in Unterzahl antreten, mit
zweistelligen Niederlagen nach Hause geschickt werden, ist diese Geste von
Birgit Sarge und dem VfL Peine mehr als nur sportlich fair anzusehen. Trotz der
vielen hohen Niederlagen half dieser Sieg, die Mädchen des VfL Bienrode beim
Fußball zu halten.