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Aktion "Fair ist mehr"

Fair ist mehr

Bundessieger 2005/2006 (siehe unten)

Der DFB möchte gemeinsam mit seinen Regional- und Landesverbänden beispielhaftes faires Verhalten auszeichnen. Deshalb haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) sowie seine Regional- und Landesverbände unter dem Motto "Fair ist mehr" eine Fair-play-Aktion ins Leben gerufen.




 
 
Aktion "Fair ist mehr"

Dem Fair-Play im Fußball soll so wieder mehr Gewicht verliehen werden. Die beteiligten Verbände benötigen dazu die Mithilfe aller Fußballinteressierten. Sie fordern deshalb auf, mit dem Aktions-Formular beispielhaft faires Verhalten von Spielern, Trainern, Betreuern und sonstigen Vereinsmitarbeitern zu melden.

 
Tolle Preise zu gewinnen - Mitmachen lohnt sich!

Fair play soll Anerkennung auslösen, nicht Unverständnis! Alle Freunde des Fußballs sind deshalb aufgefordert, beispielhaft faires Verhalten an den DFB oder einen der Regional- oder Landesverbände zu melden. Spieler, Trainer, Betreuer, Zuschauer - wer auch immer sich beispielhaft verhalten hat, kann auf attraktive Preise hoffen. Als Hauptgewinn winkt für die Bundessieger, die der DFB aus allen Einsendungen auswählt, eine Einladung zu einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft mit interessanten Rahmenprogramm. Übrigens: Jeder, der faires Verhalten meldet, wird ebenfalls mit einem Preis belohnt.

Fairness ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Sports im allgemeinen und damit auch des Fußballs. Vereine besitzen soziale Kompetenz, gerade das Mannschaftsspiel Fußball prägt die Entwicklung junger Menschen. Daraus erwächst die Verantwortung, die ethischen Werte des Spiels nicht kurzfristigem Erfolg zu opfern. Diese ethische Seite des Fußballs wollen der DFB sowie die Regional- und Landesverbände stärken. Durch die Initiative soll erreicht werden, dass faires Verhalten nicht als erfolgshemmendes Element des Spiels bewertet, sondern positiv gesehen wird. Deshalb melden Sie faires Verhalten.

Beispiele für Fair play

Ein kompletter Katalog für Fair play kann und soll nicht vorgegeben werden, um das Spektrum möglicher Meldungen nicht einzuschränken. Im folgenden sind lediglich ein paar Beispiele für vorbildliches Verhalten im Rahmen der Aktion "Fair ist mehr" aufgezählt.
  • Ein Spieler, Trainer oder Betreuer korrigiert eine Schiedsrichter-Entscheidung zu Ungunsten seiner Mannschaft.
  • Ein Spieler, Trainer oder Betreuer fordert in bemerkenswerter Weise einen Akteur oder mehrere Akteure der eigenen Mannschaft zu fairem Verhalten auf.
  • Ein gefoulter Spieler beruhigt aufkommende Emotionen durch eine demonstrative Geste gegenüber dem Spieler, der ihn gefoult hat.
  • Ein Spieler, Trainer oder Vereinsvertreter bemüht sich in einer kritischen Situation, die Zuschauer zu fairem Verhalten zu veranlassen.
Wie erfolgt eine Meldung?

Füllen Sie einfach den Meldebogen vollständig aus. Die Meldung über vorbildliches Fair-play-Verhalten können Sie aber auch bei Ihrem Regional- oder Landesverband  abgeben. Jeder Schiedsrichter erhält über die Spielansetzung einen Meldebogen, auf dem faire Aktionen und Situationen vermerkt werden können.

Quelle: DFB


Der Fußballkreis Bielefeld bittet alle Schiedsrichter, aber auch alle Spieler, Trainer, Betreuer Funktionäre und Zuschauer, auf positives Verhalten auf unseren kreislichen Sportplätzen und in den Sporthallen zu achten und gegebenenfalls uns
Fairplayaktionen zu melden.

Eine kurze telefonische Mitteilung an die Kreisgeschäftsstelle,
Tel.:
0521 - 329 72 76 reicht aus.

Die weitere Abwicklung der
Fairply-Meldung wir dann von uns übernommen.

Fairplay-Meldungen werden auch für den Jugend- Mädchen- und Frauen-Bereich entgegen genommen.

 

 

 

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Kein Titel

Aktion "Fair ist mehr"

 

"Fair ist mehr": Bundessieger 2005/2006 stehen fest


Zum insgesamt zehnten Mal hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) im Vorfeld des Länderspiels gegen Georgien in Rostock die Sieger des Wettbewerbs "Fair ist mehr" geehrt. Über 430 besonders sportliche Aktionen hatten die Landesverbände dem DFB gemeldet. Aus diesen Einsendungen ermittelte die AG Fairplay des DFB unter dem Vorsitz des Mainzer Sportwissenschaftlers Norbert Müller die sechs Bundessieger. "Ich hoffe, dass diese Preisträger ihre Vorbildfunktion auch auf andere Vereine übertragen", sagte DFB-Vizepräsident Dr. Hans-Georg Moldenhauer in Rostock: "Für besonders wichtig halte ich es, dass die Preisträger von sich aus reagiert haben. Unsere Aufgabe als Deutscher Fußball-Bund isr Prävention, und da beziehen wir klar Stellung."

Hier folgt die Schilderung der Aktionen der Preisträger im Einzelnen:

Spiel verloren, Fair Play gewonnen

Bundessieger: Robin Hofstetter (FSV Schwaigern, Grundschule Schwaigern)

Landesverband: Württemberg

Spielklasse: GS Schwaigern -GS Ittlingen, Grundschultag "Fußball"

Datum: 08.07.2005

Fußballturnier beim Tag der Grundschulen. Kurz vor Ende des Spiels Grundschule Schwaigern gegen die Grundschule Ittlingen schießt ein Ittlinger Spieler beim Stand von 0:0 auf das Tor von Schwaigern. Der Torwart Robin Hofstetter kann den Ball festhalten. Der Schiedsrichter will weiterspielen lassen, doch da kommt Robin Hofstetter auf ihn zu und meldet ihm, dass er den Schuss des gegnerischen Stürmers erst hinter der Linie festhalten konnte. Von seiner Position aus hatte der Schiedsrichter dieses nicht bemerkt. Jetzt entscheidet er nachträglich auf Tor. Durch diesen Treffer verliert die GS Schwaigern zwar das Spiel mit 0:1, doch diese Szene zeigt, dass es im Fußball auch bei so jungen Spielern den Gedanken des Fair Play gibt und diese Idee wieder einmal gewonnen hat.

Verzicht auf Torerfolg

Bundessieger: Klaus Buschermöhle (TuS Neuenkirchen)

Landesverband: Niedersachsen

Spielklasse: B-Junioren, Kreisliga, TuS Neuenkirchen - SG Holdorf-Langenberg

Datum: 13.10.2005

Mitte der ersten Halbzeit des Meisterschaftsspiels TuS Neuenkirchen - SG Holdorf/Langenberg erzielt ein Neuenkirchener Spieler den Ausgleich zum 1:1. Die Neuenkirchener Mannschaft feiert das erzielte Tor ausgelassen, weil die Mannschaft noch sehr gute Aussichten auf die Herbstmeisterschaft hat. Der Schiedsrichter zeigt zum Mittelpunkt. In diesem Moment greift der Trainer der Neuenkirchener B-Jugend, Klaus Buschermöhle, ins Geschehen ein. Er weist den Schiedsrichter auf ein absichtliches Handspiel des Torschützen hin. Daraufhin nimmt der Schiedsrichter seine Entscheidung zurück. So bleibt es beim Spielstand von 0:1 in den restlichen zehn Spielminuten der ersten Halbzeit.

Ein fairer Sportsmann

Bundessieger: Adam Richter (SG Sorga/Kathus)

Landesverband: Hessen

Spielklasse: Kreisliga, SG Sorga/Kathus - TV Braach

Datum: 30.10.2005

Spitzenspiel der Kreisliga B, Erster gegen Dritter, Spielstand 0:0. In der 80. Minute spielt, nach Meinung des Schiedsrichters, ein Braacher Spieler den Ball auf der Torlinie mit der Hand und verhindert anscheinend ein klares Tor. In der Überzeugung, dass es sich um einen Braacher Spieler handelte, zeigt der Schiedsrichter dem betreffenden Spieler die Rote Karte wegen Torverhinderung mit der Hand und entschied auf Strafstoß für Sorga/Kathus. Doch der Sorgaer Spieler Adam Richter kommt auf den Schiedsrichter zu und teilt ihm mit, dass er den Ball mit der Hand gespielt hat und nicht der Gästespieler. Der Schiedsrichter nimmt seine Entscheidung zurück (kein Feldverweis, kein Strafstoß) und entscheidet auf Freistoß wegen Handspieles durch den Sorgaer Spieler Adam Richter für den TV Braach. Somit erhält die SG Sorga/Kathus keine Gelegenheit das Spiel durch einen Strafstoß oder Überzahl zu gewinnen. Das Spiel endet schließlich mit 0:0

Rücksicht auf die verletzte Gegenspielerin

Bundessieger: Miriam Bollmann (TuS Tengern)

Landesverband: Westfalen

Spielklasse: Kreisliga, TuS Gehlenbeck - TuS Tengern, B-Juniorinnen

Datum: 06.05.2006

Meisterschaftsspiel in der Kreisliga. Es sind 20 Minuten gespielt, es steht 1:0. Die Spielerin Miriam Bollmann läuft mit Ball auf das Tor des Gegners zu und hat nur noch die gegnerische Torhüterin vor sich. Die Torhüterin rutscht aus, knickt um und bleibt mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden liegen. Miriam Bollmann ist ca. fünf Meter von ihr entfernt, keine Gegenspielerin weit und breit in Sicht und somit für sie die Chance den Ball ins leere Tor zu schieben, ein klares Tor also. Doch Miriam Bollmann bremst ab und spielt den Ball ins Seitenaus und kümmert sich um die am Boden liegende Torhüterin.

Der Trainer demonstriert Fair Play

Bundessieger: Enver Alisic (FC Anker Wismar)

Landesverband: Mecklenburg-Vorpommern

Spielklasse: Oberliga Nordost, SV Falkensee / Finkenkrug - FC Anker Wismar

Datum: 20.08.2005

Beim der Oberligapartie SV Falkensee/Finkenkrug - FC Anker Wismar fiel der besonnene Trainer des FC Anker Wismar durch sein vorbildhaftes faires Verhalten auf. Während des gesamten Spiels sorgte er zu jedem Zeitpunkt für Ruhe und Ordnung auf der Bank, stimmte diese mehrfach per Gestik mit dem Schiedsrichter-Assistenten ab. In der Halbzeitpause kam er sofort zum Schiedsrichtergespann und lobte die Leistung ausdrücklich. Nach Spielende geschah dies erneut, obwohl zwei strittige Strafraumszenen jeweils zu Ungunsten seiner Mannschaft ausgelegt wurden. Die in diesen Situationen leicht aufgebrachten Spieler seiner Mannschaft schickte er nach dem Schlusspfiff sofort zum Schiedsrichtergespann, um sich zu entschuldigen. Das Spiel endete im übrigen 2:2. Durch sein gesamtes Verhalten sorgte der Trainer Enver Alisic zu jedem Zeitpunkt für eine ruhige, sachliche Atmosphäre und für einen Umgang zwischen beiden Mannschaften und dem Schiedsrichterteam, der von Respekt und dem Gedanken des Fair Play geprägt war. Mit seinem Verhalten wurde er nicht nur seiner Vorbildfunktion für die Mannschaft und dem Verein gerecht sondern kann auch als Vorbild für alle am Fußballsport Beteiligten gesehen werden.

Gelungener Einstand eines Jungschiedsrichters

Bundessieger: Dr. Peter Hirschberger (DJK BFC Nürnberg)

Landesverband: Bayern

Spielklasse: Kreisliga, C-Junioren, DJK BFC Nürnberg - SpVgg Mögeldorf 2000

Datum: 03.11.2005

Bei dem Spiel DJK BFC Nürnberg - SpVgg Mögeldorf 2000 war ein Jungschiedsrichter zu seinem ersten Verbandsspiel eingeteilt. Das Spiel verlief ziemlich hitzig und bescherte dem jungen Schiedsrichter eine wahre Feuertaufe. Nach dem Spiel rief der Trainer der Heimmannschaft, Dr. Peter Hirschberger, die das Spiel mit 1:3 verloren hatten, seine Mannschaft sowie die des Gegners zu sich, nahm den Jungschiedsrichter mit hinzu und fand sinngemäß folgende Worte: "Jungs, eines muss man an dieser Stelle mal festhalten. Der junge Sportkamerad hier hat heute sein erstes Fußballspiel geleitet. Sicherlich kann man über die eine oder andere Entscheidung streiten. Aber man muss einfach mal den Mut bewundern, den der junge Kamerad aufgebracht hat und sich dem schweren Amt des Schiedsrichters gestellt hat. Hätten wir solche Leute nicht, dann gäbe es nämlich auch keine Fußballspiele mehr. Ohne Schiedsrichter geht's halt einfach nicht. Ich finde das ist einen Applaus wert." Siehe da: die Spieler klatschten Beifall und jeder klatschte danach auch mit der Hand beim Schiedsrichter ab, viele auch den Worten "gute Leistung" oder Ähnliches... Diese Aktion des Trainers Dr. Peter Hirschberger hat gezeigt, wie echte Jugendarbeit aussehen sollte und einem Jungschiedsrichter einen gelungenen Einstand in seine (hoffentlich lange) Karriere geschaffen.

Quelle: DFB

 

 


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Aktion "Fair ist mehr"

Aktion "Fair ist mehr"

"Fair ist mehr": Bundessieger 2002/2003

Auch 2003 zeichnet der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wieder Fußballspieler und Funktionsträger aus, die während der vergangenen Saison durch außergewöhnlich faires Verhalten aufgefallen sind. Im Rahmen der DFB-Aktion "Fair ist mehr", die in Zusammenarbeit mit den Regional- und Landesverbänden durchgeführt wird, wurden nunmehr aus insgesamt 365 Einsendungen die fünf Sieger ausgewählt. Die Bundessieger werden in Hamburg im Rahmen des EM-Qualifikationsspiels der deutschen Nationalmannschaft am 11. Oktober 2003 (17 Uhr) gegen Island ausgezeichnet. Zwei Spieler, ein Betreuer, ein Vereinsvorsitzender und eine Trainerin werden bei der Partie Ehrengäste des DFB im Hamburger Stadion sein.

Hier folgt die Schilderung der Aktionen der Preisträger im Einzelnen:

Verzicht auf Torerfolg

Bundessieger: Dominik Stahl (TSV Tauberbischofsheim)
Verband: Badischer Fußball-Verband
Spielklasse: Hallenturnier der C-Junioren
Datum: 04.01.2003
Endspiel des Hallenturniers mit Ringsumbande in Niederstetten. Ein Spieler des VfR Heilbronn liegt verletzt am eigenen Strafraum. Der Torwart möchte den Ball über die Bande ins Seitenaus spielen und verlässt dazu sein Tor. Der Ball prallt jedoch von der Bandenoberseite zurück in die Spielfeldmitte, wo Dominik Stahl völlig alleinstehend den Ball unter Kontrolle bringt. Weit und breit ist kein Gegenspieler, der ihn davon abhalten könnte den Ball ins leere Tor zu schieben (circa fünf Meter bis zum Tor). Es wäre etwa zwei Minuten vor dem Ende der Ausgleich gewesen. Dominik Stahl aber dribbelt mit dem Ball zwei bis drei Meter neben das Tor und lupft ihn dem Trainer der Heilbronner in die Arme. Erst nach dieser Aktion unterbricht der Schiedsrichter das Spiel. Der TSV Tauberbischofsheim verliert das Endspiel am Ende mit 2:3, und das entscheidende Tor für den VfR Heilbronn schoss der kurze Zeit vorher verletzte Spieler.

Rücksicht auf den verletzten Gegenspieler

Bundessieger: Wilhelm Holub (Spvgg Hirschlanden)
Verband: Württembergischer Fußball-Verband
Spielklasse: TSV Heimsheim II - Spvgg Hirschlanden II, Kreisliga C Senioren
Datum: 20.10.2002
In der 85. Spielminute laufen ein Angreifer von Hirschlanden mit Ball und ein Verteidiger von Heimsheim auf den Torhüter von Heimsheim zu. Der Torwart kann den Ball abwehren, doch alle drei Spieler bleiben am Boden liegen und der Torhüter hat sich bei dieser Aktion verletzt. Der Ball springt zur Seite und kommt zum Hirschlander Stürmer Wilhelm Holub. Dieser schiebt den Ball nicht in das leere Tor, sondern spielt ihn ins Seitenaus, damit der verletzte Torwart behandelt werden kann. Zu diesem Zeitpunkt steht es 5:4 für Heimsheim. Es wäre kurz vor Schluss der Partie der Ausgleich gewesen.

Klasse nicht gehalten, aber Fairplay gesichert

Bundessieger: Ullrich Kallasch (FSV "Glückauf" Brieske-Senftenberg)
Verband: Fußball-Landesverband Brandenburg
Spielklasse: FSV "Glückauf" Senftenberg - MSV Hanse Frankfurt, Verbandsliga Männer
Datum: 10.05.2003
Beim Verbandsligaspiel zwischen dem FSV "Glückauf" Brieske-Senftenberg - MSV Hanse Frankfurt war drei Spieltage vor Saisonschluss klar, dass nur ein Sieg den Gastgebern die Chance auf den Klassenverbleib erhalten würde. Entsprechend konzentriert war die Vorbereitung auf diese Begegnung. Doch wenige Minuten vor dem Anstoß ist die gegnerische Mannschaft nicht vollzählig, da mehrere Spieler - darunter auch der Torwart - noch im Stau stehen. Doch es wäre möglich, das Spiel zu beginnen, da mindestens sieben Spieler der Gäste anwesend sind. Auf Befragen der Briesker, ob diese dennoch das Eintreffen weiterer Gästespieler abwarten würden, bejaht dies der Briesker Betreuer Ullrich Kallasch in fairer Weise. Welchen Vorteil hätte die Briesker Mannschaft in Überzahl gehabt. So aber wartet man noch und das Spiel beginnt verspätet - und mit zwei vollzähligen Vertretungen. Am Ende gelingt den Frankfurtern mit einem 2:1-Auswärtssieg der vorzeitige Klassenverbleib, während die Briesker diesen verspielen.

Kein Sieg am grünen Tisch

Bundessieger: Jürgen Becker (SG Rosbach/Verscheid)
Verband: Fußball-Verband Rheinland
Spielklasse: SG Roßbach/Verscheid - Eintracht Trier II, Halbfinale Rheinlandpokal
Datum: 10.05.2003
Im Halbfinale des Rheinlandpokal setzten sich die Amateure von Eintracht Trier gegen die SG Roßbach/Verscheid in der Verlängerung durch ein Tor des Lizenzspielers Tobias Lorig mit 3:2 durch. Anschließend gibt es Proteste wegen des Einsatzes des Lizenzspielers aus dem Trierer Zweitbundesliga-Teams. Vorausgegangen war eine missverständliche Aussage seitens des Fußballverbandes Rheinland, wonach die Trierer diesen Akteur hätten einsetzen dürfen. Nach einem erneuten Dialog zwischen Fußballverband und dem DFB stellte sich allerdings heraus, dass Lorig nicht hätte spielen dürfen.
Jürgen Becker, Vorsitzender von Roßbach/Verscheid, übergibt den Einspruch gegen die Spielwertung mit einer klaren Aussage: "Wir wollen keine Wertung am grünen Tisch, sondern beantragen ein Wiederholungsspiel". Die Verbandsspruchkammer setzt das Spiel auch neu an, die Partie wird dann von Eintracht Trier (A) mit 4:0 gewonnen. Das Verhalten der SG Roßbach/Verscheid ist außergewöhnlich. Vorsitzender Jürgen Becker hat nicht nur den Unmut seiner Fans im eigenen Verein hingenommen. Er hat von sich aus beantragt, einen sportlichen Weg zu verfolgen, obgleich er auch eine Spielwertung durch die Verbandsspruchkammer hätte erhalten können. Dies ist besonders hervorzuheben, da nicht selten eine Protestwut ohne Vergleichsbereitschaft an den Tag gelegt wird, um Eigeninteresse Geltung zu verschaffen - und zwar in vergleichsweise unbedeutenderen Angelegenheiten. Vorliegend ging es letztlich um die weitere Teilnahme an einem Landespokal-Wettbewerb, in dem der siegreiche Verbandsvertreter an der DFB-Pokal-Hauptrunde teilnimmt und damit - bei entsprechendem Losglück - als Gegner eine attraktive Lizenzmannschaft zugelost bekommt. Im übrigen: Der Gegner in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde wäre Bundesligist Borussia Dortmund gewesen.

Spiel verloren, doch Fußball und Fairness haben gewonnen

Bundessieger: Birgit Sarge (VfB Peine)
Verband: Niedersächsischer Fußball-Verband
Spielklasse: VfB Peine - VfL Bienrode, D-Juniorinnen, Kreisliga
Datum: 22.09.2002
Zu dem Spiel VfB Peine - VfL Bienrode tritt die Gästemannschaft, wieso oft in dieser Anfangssaison, in Unterzahl an. Dessen ungeachtet, dass die Trainerin vom VfB Peine, Birgit Sarge, ausreichend Spielerinnen zur Verfügung hätte, lässt sie ihr Team ebenfalls in Unterzahl auflaufen. Obwohl ihre Mannschaft am Ende mit 8:10 verliert, ändert sie nichts an ihrer sportlichen fairen Entscheidung. Da die Juniorinnen des VfL Bienrode von anderen Mannschaften, bei denen sie in Unterzahl antreten, mit zweistelligen Niederlagen nach Hause geschickt werden, ist diese Geste von Birgit Sarge und dem VfL Peine mehr als nur sportlich fair anzusehen. Trotz der vielen hohen Niederlagen half dieser Sieg, die Mädchen des VfL Bienrode beim Fußball zu halten.

Quelle: DFB

 

 

 

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