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FUSSBALL-WM DER MENSCHEN MIT BEHINDERUNG
 



 
Kein Titel

Bilder und Bericht siehe unten...

 

Esther Hagedorn (21), Helferin:
Es sind viel mehr Menschen gekommen als ich ursprünglich erwartet habe, und die Stimmung ist einfach super.
Wir feiern wirklich ein fröhliches Fest.

Ihr Erkennungszeichen:
orangefarbenes TShirt, auf deren Rückseite groß der Schriftzug »Ich helfe« geprägt war.




 
 
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In der 48. Minute hatte Ivan Amenitskiy keine Abwehrchance: Andreas Timm erzielte gegen Russland sein 57. Länderspieltor. Foto: Stefan Hörttrich (WB)




 
Kein Titel

Auf Timm ist immer Verlass

Deutschland schlägt Russland 1:0 und trifft im Viertelfinale auf Frankreich

 

Von Oliver K r e t h (Westfalen-Blatt)

 

B i e l e f e l d (WB). Gestern herrschte beste WM-Stimmung in Bielefeld. Die SchücoArena war ein Meer in schwarz-rotgold.
Und auf dem Rasen standen elf deutsche Akteure, die wie die Klinsmänner spielten – mit dem Herz in der Hand und der Leidenschaft im Bein. Und sowas muss belohnt werden.

Wurde es dann auch nach 90 Minuten. Denn die deutsche Fußball-Nationalmannschaft für Menschen mit Behinderung hat als Gruppenerster das Viertelfinale erreicht. Gestern besiegte die Auswahl des Deutschen Behinderten-Sportverbandes (DBS) in ihrem letzten Vorrundenspiel Russland mit 1:0 (0:0).

Vor 12 500 Zuschauern erzielte der Essener Andreas Timm (48. Minute) das entscheidende Tor für das Team von DSB-Cheftrainer Willi Breuer, dem erneut unter anderem der ehemalige Bundesliga- Trainer Christoph Daum assistierte.
In einer jederzeit überlegen geführten Partie agierte die DBS-Elf offensiv, ließ aber im Angriff lange Zeit die Durchschlagskraft vermissen.

Timm (37.) und der Leverkusener Rodel Schmitz (38.) vergaben im ersten Durchgang die Führung für die Hausherren, die taktisch organisiert auftraten. »Die Spielorganisation der Mannschaft war beeindruckend«, fand auch Thomas von Heesen, Trainer von Arminia Bielefeld.
Unmittelbar nach dem Seitenwechsel nutzte Timm dann einen weiten Abschlag seines Torwarts Dirk Müller (SV Helrath) zum 1:0 und belohnte das deutsche Team für sein Engagement. Bitterer Höhepunkt:

Der Russe Andrei Sokolsky sah wegen groben Foulspiels die Rote Karte (85.). Und er musste nicht nur das Spielfeld verlassen, er wird auch nicht mehr aufgestellt. Trainer Valery Kupriyanov, der nur mit zwölf Feldspielern nach Deutschland angereist war: »Er hat das letzte Mal für die russische Mannschaft gespielt.
So darf man nicht in den Torwart springen. Schließlich geht es auch immer um Fairplay.«Besonders ausgelassen war nach dem Abpfiff der Torschütze. Es war sein 57. Treffer im 78. Länderspiel.

»Ich bin glücklich, wir haben durch unseren großen Kampfgeist gewonnen«, sagte Timm. Und er weiß auch, wem er zu danken hat: »Unsere Trainer haben uns optimal eingestellt. Ich bin dankbar, dass wir so einen Stab haben. Und ein bisschen darf man jetzt doch vom Finale träumen« Im Parallelspiel der Gruppe A schafften die Nordiren mit einem 2:1 gegen Japan als Gruppenzweiter ebenfalls den Einzug in die Runde der letzten Acht. Im Viertelfinale trifft die deutsche Auswahl am Sonntag (12.35 Uhr) in Bottrop auf Frankreich. Das Halbfinale mit deutscher Beteiligung würde am 12. September in Dortmund ausgetragen.

»Wir haben uns das Leben wieder selber schwer gemacht, zu viele Chancen nicht genutzt, unser Teilziel aber dennoch erreicht«, sagte Breuer, der allerdings die Euphorie seiner Mannschaft und vor allem auch beim Torschützen dämpfte: »Wenn Andreas endlich mal den Innenrist hinhält, hätten wir 3:0 oder 4:0 gewonnen. Wenn er das noch lernt, werden wir am Finaltag in Leverkusen auch nicht auf der Tribüne sitzen.« Sein Assistent Daum lobte den Einsatz des Teams: »Wir haben auch im dritten WM-Spiel kein Gegentor zugelassen.«

 

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Die WM-Begeisterung, die im Juni das Land erfasste, hat angehalten: Die Fans in der SchücoArena unterstützten gestern lautstark die deutsche Mannschaft, die mit einem 1:0-Erfolg über Russland den Einzug in das Viertelfinale schaffte. - Foto: Hans-Werner B ü s c h e r (WB)




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